Die Pandemie hat das gesellschaftliche Leben auf allen Ebenen verändert. Auch den Konsum und die Art und Weise, wie Lebensmittel hergestellt, vertrieben und gekauft werden, hat sie beeinflusst und in vielerlei Hinsicht revolutioniert. 

Dabei taucht der Begriff “E-Food” auf, der sich über die letzten Jahre hinweg in verschiedenen Formen zu einem Trend im Food & Beverage-Sektor entwickelt hat. Mit dem Aufkommen der Pandemie hat er eine plötzliche, starke Beschleunigung erfahren. Kaum eine andere Branche konnte nämlich so hohe Online-Wachstumsraten verzeichnen wie der Lebensmittelhandel. Immer mehr Verbraucher kaufen Lebensmittel online, entweder aus Angst vor einer Ansteckung oder als natürliche Folge sozialer Distanzierungsmaßnahmen. Interessanterweise kaufen sie auch vermehrt frische Produkte im Netz, die traditionell ausschließlich in physischen Geschäften gekauft wurden, z.B. Obst, Gemüse, Käse oder Fleisch. 

Heute kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Verbraucher nicht mehr von physischen Supermärkten abhängig sind. Dank des Online-Angebots wird der Zugang zu den Produkten, die ihren Erwartungen am besten entsprechen, immer einfacher. Die Digitalisierung bietet immer mehr Auswahlmöglichkeiten. Von lokal angebauten oder produzierten Lebensmitteln über Spezialitäten, die es im Supermarkt nicht gibt, bis hin zu Frischeboxen im Abonnement.

Aber was genau ist E-Food? Hier sind einige konkrete Beispiele für aktuelle Trends:

 

Vier E-Food-Trends

  • Quick Commerce

Der schnelle Handel könnte sich zum neuen Megatrend im E-Commerce entwickeln. Der Begriff beschreibt die Lieferung von Produkten innerhalb desselben Tages oder sogar innerhalb weniger Minuten. Dies wird zu einer immer dringlicheren Forderung der Branchenriesen, die sich immer mehr darauf einstellen, ihre Produkte näher an die Verbraucher zu bringen, oft mit Hilfe externer Dienste und Lieferanten. Der schnelle Handel erfordert einen großen logistischen Aufwand, stellt aber auch eine Chance für die Positionierung im elektronischen Handel dar. Sowohl in qualitativer Hinsicht, was das Warenvolumen betrifft, als auch in quantitativer Hinsicht, da neue Märkte erschlossen werden.

  • FoodBox 

Viele Verbraucher achten inzwischen nicht nur auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, indem sie z. B. Bio- und zertifizierte Produkte bevorzugen, sondern auch ganz allgemein auf die Nachhaltigkeit der Produktions- und Vertriebsketten. Gleichzeitig verändert sich das Leben der Menschen unabhängig von der Pandemie: Sie werden immer mobiler, gehen häufiger auswärts essen oder wollen mehr Freizeit für sich selbst haben und ziehen andere Aktivitäten dem Kochen vor. Immer mehr Verbraucher kaufen daher Fertiggerichte, die preislich überzeugen, gesund sind und nachhaltig produziert werden. Interessanterweise nimmt dieses Bedürfnis zu, je mehr Geld man verdient, und ist vor allem in der Bevölkerung bis 39 Jahre weit verbreitet.

  • Click & Collect

Dies ist die Möglichkeit, ein Produkt online zu bestellen und es im Geschäft abzuholen. Dabei werden die gleichen Preise wie im Geschäft, eine kostenlose Abholung, Online-Zahlung und flexible Abholzeiten garantiert. In der Praxis handelt es sich um eine Formel, die die Hauptstärken des physischen und des Online-Kanals miteinander verbindet, da sie den Zugang zum gesamten Spektrum des elektronischen Handels ermöglicht, einen Kauf zu jeder Zeit garantiert und man gleichzeitig Versandkosten spart. Der Erfolg von Click & Collect zeigt, dass sich die meisten Händler in Richtung Cross-Channel bewegen, um die Vorteile aller Kanäle zu nutzen und zu integrieren.

  • Apps gegen Verschwendung

Aus dem Food Waste Index Report 2021 der Vereinten Nationen geht hervor, dass 17 % der weltweit produzierten Lebensmittel im Müll landen. Das sind 931 Millionen Tonnen Lebensmittel. Überraschenderweise stehen bei der Identifizierung der Verschwender die Familien an erster Stelle (11 %), gefolgt von den Dienstleistungen (5 %), während die Geschäfte nur 2 % wegwerfen. Diese enorme Verschwendung kostet eine Menge Geld und verursacht unnötige CO2-Emissionen. An dieser Stelle kommen Apps zum Einsatz, die unterschiedliche Ansätze verfolgen. Einige zielen darauf ab, die Abfallmengen in Restaurants, Bars und Supermärkten zu verringern, während andere Apps privaten Verbrauchern die Möglichkeit dazu geben, überschüssige Lebensmittel zu verschenken. Gleichzeitig gibt es auch Apps, die nützliche Tipps zum Kauf und zur Lagerung von Lebensmitteln geben und Möglichkeiten zur Verwendung von Resten aufzeigen.

 

ITKAM im Bereich E-Food 

Dank seiner umfangreichen Expertise im Food & Beverage-Sektor kann ITKAM kleine und mittelständische Unternehmen auf unterschiedlichen Ebenen unterstützen. Dazu gehören beispielsweise die Organisation einer nachhaltigen und digitalisierten Supply Chain oder die Suche nach den richtigen Vertriebskanälen, Zielgruppen, Verpackungsentsorgungsvorschriften und Marketingstrategien im Prozess der Internationalisierung in Deutschland und Europa. 

 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an: 

Francesco Schapira

+49 (0) 30 24 31 04 30

fschapira@itkam.org

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