Die Tourismusbranche hat stark unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelitten. Im Vergleich zu den 12 Monaten vor dem Pandemienotstand ist die Zahl der Übernachtungen in Touristenunterkünften innerhalb der EU zwischen April 2020 und März 2021 um 61% zurückgegangen. Insgesamt fanden 1,1 Milliarden Übernachtungen in Hotels, Pensionen und Bed & Breakfasts gegenüber 2,8 Milliarden im Vorjahr statt (Quelle: EUROSTAT).

Mit dem Vorankommen der Impfkampagne und der Einführung des digitalen COVID-Zertifikats plant die EU die Wiederbelebung des Tourismussektors, um das Reiseziel Europa auf eine nachhaltigere Art und Weise zu fördern.

Ziel ist es, bewusster und entschlossener an die Herausforderungen des sogenannten „Overtourism“ heranzugehen.

Die Welttourismusorganisation hat den Begriff definiert und nutzt ihn, um die negativen Auswirkungen von Reisen(den) auf die Lebensqualität der Bewohner eines bestimmten Reiseziels und/oder auf das Besuchererlebnis selbst zu beschreiben.

 

Der Schlüssel zum Ökotourismus und zum nachhaltigen Reisen in Europa liegt in der Förderung der Investitionsmöglichkeiten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) der Tourismusbranche.

KMUs machen schließlich fast 99 % der europäischen Wirtschaft aus.

 

Nachhaltiger Tourismus: die Nachfrage steigt

 

Ein Bericht über nachhaltiges Reisen von Booking.com hat gezeigt, dass 61% der Menschen während sowie wegen der Pandemie beschlossen haben, nachhaltiger zu reisen.

Allerdings ist fast die Hälfte der Befragten (49%) der Meinung, dass die Möglichkeiten, einen umweltfreundlichen Urlaub zu buchen, noch nicht ausreichend sind.

Darüber hinaus schätzen 53% der Reisenden es nicht besonders, in Unterkünften zu übernachten, die ihrer Meinung zufolge nicht genug Wert auf ökologisch sensible Kriterien legen.

 

 

Deutschland und Italien: Ökotourismus als Chance

 

Mit mehr als 4,2 Millionen Übernachtungen im Jahr 2019 und 1,2 Millionen Übernachtungen im Jahr 2020 gehört Italien zu den zehn beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Auch andersrum gilt: Deutschland liegt bei den Italienern auf Platz Drei der Lieblingsurlaubsländer.

Außerdem sind deutsche Touristen bereits seit 2019 die grünsten Urlauber der Welt. Statistiken zufolge wird bei den Italienern das Bewusstsein für nachhaltige Tourismusangebote in den nächsten 10 Jahren um 68% wachsen.

Was vielleicht nicht alle wissen: In Bezug auf die Verfügbarkeit von umweltfreundlichen Beherbergungsbetrieben mit Ecolabel steht Italien im europäischen Vergleich an zweiter Stelle.

Im Vergleich dazu: während sich in Italien insgesamt 55 Betriebe befinden, die die Zertifizierung besitzen, stehen nur drei von ihnen in Deutschland. (http://ec.europa.eu/ecat/hotels/en/list ).

ITKAM setzt sich stark für die Entwicklung von nationalen und europäischen Aktionen ein, die Ökotourismus fördern, besonders in Deutschland und in Italien. Ein Beispiel dafür ist das Projekt EU Eco-Tandem, das Investitionen in die nachhaltige Entwicklung mit Gutscheinen in Höhe von jeweils 13.000 Euro belohnt.

 

Auf welche Art und Weise nachhaltiger Tourismus einen Katalysator für den Wiederaufbau der Branche in Deutschland und Italien darstellen kann, besprechen wir in unserem nächsten ITKAM Talk “Nachhaltiger Tourismus”, der am 27. September 2021 stattfindet. ITKAM lädt Sie hierzu herzlich ein.

 

Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren und um sich anzumelden:

https://itkam.org/de/events/itkam-talk-sustainable-tourism-villa-vigoni/

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Sonia Barani

Tel.: +49 (0) 34198972513

E-Mail: sbarani@itkam.org

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