Grüner Wasserstoff (aus erneuerbaren Quellen hergestellter Wasserstoff) ist ein Vektor von wachsendem Interesse. Diese Ressource kann in der Tat eine strategische Rolle bei der Dekarbonisierung von Sektoren spielen, die sich auf ein nachhaltiges Wachstumsmodell zubewegen.

Grüner Wasserstoff in Italien: Investitionen in der Emilia-Romagna und Apulien

In Italien haben mehrere Regionen Projekte zur Erzeugung von grünem Wasserstoff gestartet, die auch mit Offshore-Anlagen für erneuerbare Energien verbunden sind. Zu den wichtigsten gehören Emilia-Romagna mit dem Agnes-Projekt und Apulien mit Projekten mit einer Gesamtkapazität von etwa 19 Gw.

Die Regionen Emilia-Romagna und Apulien, die über europäische-Ressourcen verfügen, haben außerdem spezielle Ausschreibungen für Investitionen in den Sektor zur Umgestaltung stillgelegter Industriegebiete mit der Errichtung von Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff veröffentlicht. Ziel ist es, die industrielle Exzellenz in diesem Gebiet und die Logistik nachhaltiger zu gestalten. Die neuen Anlagen werden eine Kapazität zwischen 1 und 10 Megawatt entwickeln; die Region Emilia-Romagna hat eine Anschubfinanzierung von 19,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Vincenzo Colla, Regionalminister für wirtschaftliche Entwicklung und grüne Wirtschaft, erklärte: “Die Region glaubt fest an Wasserstoff als sauberen Energieträger der Zukunft. Deshalb sind wir bereit, groß angelegte Produktionsaktivitäten zu unterstützen, die die Vorteile der Elektrolyse für die energieintensive Industrie, die Logistik und den Nahverkehr demonstrieren können”.

Emilia-Romagna: ein Engagement auf internationaler Ebene

Die Strategie der Emilia-Romagna, die im Rahmen des 2020 von 55 Akteuren unterzeichneten Arbeits- und Klimapakts definiert und geteilt wird, sieht eine Verstärkung der Investitionen in grünen Wasserstoff vor, die darauf abzielen, die Umweltauswirkungen der Produktionsketten zu begrenzen, vor allem in den besonders energieintensiven “hard to abate” Sektoren.

Das starke politische Engagement wird auf internationaler Ebene bestätigt: Emilia-Romagna ist eine der wenigen Regionen in Europa, die sich Hydrogen Europe angeschlossen hat, einer europäischen Vereinigung, die zusammen mit der Europäischen Kommission die Clean Hydrogen Partnership verwaltet, eine öffentlich-private Partnerschaft, die Forschungs- und Innovationsaktivitäten im Bereich Wasserstoff in Europa finanziert.

Nationale und internationale Zusammenarbeit auf dem Wasserstoffsektor

Wasserstoff ist ein wachsender Sektor, der die Möglichkeit bietet, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene Synergien zu schaffen.

Während unseres Deutsch-Italienischen Energieforums am 6. Juli in der IHK Frankfurt am Main werden italienische Regionen ihre Projekte vorstellen. Diese wichtige Veranstaltung ist eine Gelegenheit, die Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowohl zwischen den beteiligten Regionen als auch zwischen Italien und Deutschland zu vertiefen.

Wenn Sie an einer Teilnahme als Partner oder Zuschauer interessiert sind, wenden Sie sich bitte an:

Christine Schattner

+49 (0)69-97145226

cschattner@itkam.org

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