Expansion nach Italien

Italien ist nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft in der EU. Vor allem in einigen Branchen der Industrieproduktion ist Italien oftmals neben Deutschland einer der weltweit wichtigsten Märkte.

Trotz der räumlichen Nähe und der Vorteile, die der EU-Binnenmarkt bietet, ist der Markteintritt für deutsche Unternehmen in Italien mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Hindernisse wie die Sprachbarriere, aber auch bürokratische Hürden und kulturelle Unterschiede, die es zu erkennen und zu meistern gilt.

Welche Schritte sind für eine erfolgreiche Expansion wichtig? Ihr erfahrener, bilateraler Partner in Deutschland und Italien, Italienische Handelskammer für Deutschland e.V. – ITKAM, gibt Ihnen fünf Tipps mit auf den Weg:

 

1. Analysieren Sie den Markt

Wer sind Ihre Konkurrenten auf dem Markt? Welche Positionierung wünschen Sie sich? Was sind Ihre Verkaufsargumente (USP)? Welche Vertriebs- und Kommunikationskanäle nutzen Sie? Das sind Fragen, die man sich als Erstes stellen sollte, wenn man in einen ausländischen Markt eintreten möchte, und das gilt natürlich auch für Italien – in den meisten Branchen existiert nämlich bereits ein reifer Markt.

Eine sorgfältige Marktanalyse ist aus mehreren Gründen wichtig. Erstens liefert sie Ihnen neue Ideen und gibt Ihnen die Möglichkeit, über Strategien und Produkte nachzudenken, die Sie anbieten möchten. Indem Sie sich mit Ihren Mitbewerbern vergleichen, können Sie auch leichter einschätzen, wie sich Ihre Marke oder Ihre Dienstleistungen positionieren kann. Im Idealfall können Sie so auch Ihren USP weiterentwickeln. Denn wenn Sie wissen, wie der Markt aus Sicht der Verbraucher aussieht, können Sie Ihr Angebot anpassen und eventuelle Marktlücken füllen.

 

2. Wählen Sie die passenden Vertriebskanäle

Auch bei der Auswahl der Vertriebskanäle stellt sich eine Reihe von Fragen: B2B oder B2C, d.h. richten Sie sich an Unternehmen oder direkt an den Endverbraucher? In beiden Fällen ist es wichtig, die Besonderheiten der Branche zu kennen, also wie Distribution, Logistik und Versand funktionieren. Eine weitere Frage ist, ob Sie einen Vertriebspartner/Handelsvertreter als Experten vor Ort einschalten sollten.

 

3. Suche Sie nach strategischen Partnern vor Ort

Sie haben einen potentiellen Partner in Italien gefunden, möchten aber Hintergrundinformationen zur Zuverlässigkeit, Zahlungsfähigkeit und Historie des Unternehmens?

Dann fragen Sie nach einer Wirtschaftsauskunft, nach aktuellen Bilanzen, Jahresabschlüssen oder Registerauszügen. Diese enthalten in der Regel umfassende Informationen zu Ihrem potentiellen Partner, insbesondere zu Umsatz, Liquidität, Zahl der Beschäftigten und Namen der Entscheidungsträger und Anteilseigner. ITKAM hat Zugang zu verschiedenen Datenbanken und kann Ihnen auf Anfrage entsprechende Informationen zur Verfügung stellen.

 

4. Wählen Sie den richtigen Standort und das richtige Personal aus

Sollten Sie in Italien bereits Fuß gefasst haben und über eine Unternehmensgründung bzw. Ansiedlung sowie die Einstellung von Personal vor Ort nachdenken, dann bedarf das einer gründlichen Vorbereitung.

Denn hier stellen sich Fragen wie: ist die Finanz- und Wirtschaftsmetropole Mailand oder das politische Zentrum Rom der richtige Standort? Passen unsere Produkte und Dienstleistungen eher zum Piemont oder der Emilia-Romagna, da hier die italienische Automobilindustrie zuhause ist? Sind wir in der Toskana oder Emilia-Romagna aufgrund unserer Kompetenz im Bereich Healthcare besser aufgestellt?  Kommt für uns allgemein Norditalien in Frage, da wir auf ein breites Unternehmensnetzwerk der Zuliefer- und Maschinenbauindustrie bauen wollen? Oder ist Süditalien für uns interessant, da hier sowohl Innovation als auch Food&Beverage sowie Tourismus groß geschrieben werden? Die Wahl des richtigen Standorts für die Eröffnung eines neuen Unternehmens ist keineswegs einfach und erfordert eine tiefgründige Kenntnis der Gegebenheiten.

Bei der Personalauswahl sollte man auf kulturell und sprachlich gut integrierte Mitarbeiter zurückgreifen.

 

5. Treten Sie einem professionellen Netzwerk bei

Ganz gleich, ob Sie ein kleines Unternehmen, ein Start-up, ein Freiberufler oder ein Selbständiger sind – der Zugang zu einem großen Netzwerk kann Ihnen dabei helfen, Finanzmittel zu finden, andere Entscheidungsträger kennen zu lernen oder die richtigen Dienstleister ausfindig zu machen. Ein funktionierendes, berufliches Netzwerk ist besonders nützlich, um zu erfahren, an wen man sich bei praktischen Fragen wenden kann.

 

 

ITKAM als Partner

ITKAM bietet Ihnen nicht nur ein komplett zweisprachiges Team und ein Netzwerk von mehr als 400 Partnern aus verschiedenen Wirtschaftszweigen an. Unsere fundierten Kenntnisse des italienischen Marktes machen uns zum idealen Partner, um deutsche Unternehmen bei ihrem Markeintritt zu begleiten oder ihnen dabei zu helfen, in Italien zu wachsen

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