Seit Jahrzehnten ist Deutschland Italiens wichtigster Handelspartner. Dies belegen auch die Zahlen von 2022. Laut Daten des Italienischen Statistikamtes ISTAT  verzeichnete der bilaterale Handel zwischen Italien und Deutschland im vergangenen Jahr einen Anstieg von 18,2% und erreichte damit einen Rekordwert von ca. 168,5 Mrd.€. Damit wurde das Spitzenergebnis von 2021 mit einem Handelsvolumen von 144 Mrd.€ noch weit übertrumpft. Deutschland führt damit weiterhin die Liste der italienischen Handelspartner an, aber auch Italien ist für Deutschland ein ganz entscheidender Partner und sichert sich auf der Rangliste der deutschen Handelspartner Platz 6.

„Solch beeindruckende Zahlen sind Ergebnis einer tief verwurzelten industriellen Wertschöpfungskette und einer fruchtbaren Partnerschaft der beiden Länder“, kommentierte der Italienische Botschafter in Deutschland, Armando Varricchio, die Ergebnisse des Handelsaustausches 2022 beim von ITKAM in Zusammenarbeit mit Deutsche Messe AG, ITA – Italian Trade Agency und BME (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.) organisierten German-Italian Green Innovation Talk im Rahmen der Hannover Messe.

 

Industrie bleibt Treiber reger Handelsbeziehungen

Die von der Wirtschaftsbeobachtungsstelle der italienischen Regierung  aufbereiteten Daten weisen Deutschland als ersten Zielmarkt für die italienischen Exporte aus, die 2022 einen Anteil von 12,4% aufwiesen. Gleichzeitig stellt Deutschland mit einem Marktanteil von 13,9% den wichtigsten Lieferanten für Italien dar. Die Ausfuhren von Italien nach Deutschland schafften es auf 77,5 Mrd.€ und erreichten damit einen Zuwachs von 15,8% im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Einfuhren aus Deutschland nach Italien konnte mit einem Anstieg von 20,2% und einem Volumen von 91 Mrd.€ eine noch größere Steigerung erzielt werden.

Der wichtigste Sektor ist dabei noch immer die Industrie:  vor allem die Eisen- und Stahlindustrie, die Chemie- und Pharmabranche sowie der Maschinenbau. All jenen Sektoren, die bereits konsolidiert sind und den Austausch zwischen den beiden Ländern schon seit vielen Jahren vorantreiben.

Zwar ging der Anstieg des Wertes ging nicht immer mit einem Wachstum des Volumens einher, was auf die Inflation zurückzuführen ist. Italiens Exporte in den Sektoren Maschinenbau sowie Agrar- und Landwirtschaft verzeichneten jedoch ein  Wachstum des Handelsvolumens, so auch die deutschen Exporte aus dem Bereich Gummi- und Elektronikindustrie.

In Italien waren die führenden Regionen vor allem die nördlichen: Lombardei, Venetien und Emilia-Romagna. In Deutschland sind es vor allem die südlichen Regionen, die intensiven Handel mit Italien betreiben: an erster Stelle Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen.

ITKAM bietet Unternehmen beider Länder Unterstützung beim Eintritt in den deutschen bzw. italienischen Markt und unterstützt beim Geschäftsaufbau und -ausbau im jeweilig anderen Markt.

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