Frankfurt am Main, 17.11.2020 –ITKAM-Italienische Handelskammer für Deutschland e.V. blickt sehr zufrieden auf die in der letzten Woche im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführte Geschäftsanbahnung im Bereiche zivile Sicherheitstechnologien zurück. Bedingt durch die derzeitige Coronalage wurde das 4-tägige Projekt komplett digital durchgeführt – eine ganz neue Herausforderung für das ITKAM-Team, die mit Bravur gemeistert wurde.

ITKAM konnte wichtige Marktakteure wie die führenden italienischen Branchenverbände für Sicherheit ASSOSICUREZZA, ANIMA Sicurezza und ANORC als auch den nationalen italienischen Einkäuferverband ADACI sowie CAME Spa, den führenden italienischen Produzenten für Zugangskontroll- und Sicherheitssysteme, und CONSIP, das Beschaffungsunternehmen des italienischen Wirtschafts- und Finanzministeriums, für die Teilnahme am Projekt gewinnen.

Am ersten Veranstaltungstag konnten sich die deutschen Unternehmen, die zu einem Drittel aus dem Bereich IT-Sicherheit, zu einem Drittel aus dem Bereich Gebäude-, Objekt- und Fahrzeugsicherung und zu einem Drittel aus dem Sektor Zugangskontrolle stammen, im Rahmen einer digitalen Präsentationsveranstaltung einem italienischen Publikum aus Vertretern von Unternehmen, Fachverbänden und öffentlichen Einrichtungen vorstellen. Das Herz der Geschäftsanbahnung bildeten die individuellen digitalen B2B-Gespräche an den beiden darauffolgenden Tagen, die aufgrund der virtuellen Durchführung einer sehr akribischen Planung und gut durchdachten Organisation benötigten. Die 129 im Vorfeld geplanten individuellen Online-Geschäftsgespräche mit 51 potentiellen italienischen Geschäftspartnern verfolgten das Ziel, die Interessenschwerpunkte der Unternehmen zusammenzuführen und Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, zukünftige bilaterale Geschäftsbeziehungen und Kooperationen auszuloten.

Den Abschluss des Programms bildeten der digitale Unternehmensbesuch bei CAME SpA, dem führenden italienischen Zugangskontroll- und Sicherheitssysteme-Hersteller mit weltweit 1.700 Mitarbeiter und 7 Produktionsstandorten, sowie eine Präsentation von CONSIP, dem Beschaffungsunternehmen für öffentliche Einrichtungen des italienischen Wirtschafts- und Finanzministeriums.

Der Großteil der deutschen und italienischen Teilnehmer erklärte sich mit den Ergebnissen hochzufrieden, erste Ansätze für konkrete bilaterale Beziehungen konnten für einige Teilnehmer initiiert werden und es kristallisierte sich heraus, dass der italienische Markt für zivile Sicherheit gutes Potential für deutsche Firmen bietet. Denn die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste Krise hat die Branche der zivilen Sicherheit in Italien deutlich weniger hart getroffen als andere Wirtschaftszweige. Der Bereich Security verfügte schon vor der Krise über bestimmte Sicherheitslösungen wie Thermoscanner oder Lösungen zur Personenflusskontrolle, doch diese erfuhren einen echten Aufschwung erst durch die Coronakrise.

Einige Sicherheitstechnologien sind in diesen letzten Monaten als klarer Sieger aus der Krise hervorgegangen: Wärmebildkameras, die als ursprüngliche CCTV-Lösungen, sehr schnell in Temperaturmesssysteme umgewandelt wurden, aber auch integrierte Lösungen zur Temperaturmessung mit Zugangskontrolle oder Personenflusskontrolle. Die Nachfrage nach diesen Produkten ist binnen kürzester Zeit nicht nur in Italien, sondern weltweit gestiegen und hat sowohl Herstellern als auch Systemintegratoren große Möglichkeiten eröffnet.

Die Fähigkeit der Hersteller, die bereits existierenden Technologien den Bedürfnissen der aktuellen Lage anzupassen, stellt eine wichtige Businessmöglichkeit dar.

Die Krise hat zudem zu weiteren positiven Entwicklungen in der italienischen Branche geführt wie eine höhere Sensibilität für Ausgaben in Sicherheitstechnologien, einen Fortschritt des Landes im Bereich Digitalisierung, eine neue Wahrnehmung von Risiken sowie ein gestärktes Interesse für Cyber-Solutions. Gerade der Markt der IT-Sicherheit gehört in Italien zu einem der erfolgversprechenden Bereiche, seit drei Jahren wächst das Segment Cybersecurity stetig und rasant (in 2019 um fast 11%).

Für weitere Informationen:

Julia Woyke

jwoyke@itkam.org

Tel.: +49 (0)6241500762

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