Seit dem 1. Juni 2022 ist ITKAM – Italienische Handelskammer für Deutschland e.V. Partner im Erasmus+-Projekt FEA-VEE.

Im Rahmen des Projektes werden u.a. Lehrinhalte zur Steigerung von grünen und digitalen Kompetenzen in der Mode- und Textilindustrie erstellt.

Die Projektpartner haben einen Bericht über den Fachkräftemangel und die staatlichen Maßnahmen zur Unterstützung der Branche in den sechs Ländern verfasst, in denen das FEA-VEE-Projekt durchgeführt wird: Deutschland, Griechenland, Bulgarien, Spanien, Rumänien und Schweden.

Das Ziel des Berichts ist es:

Informationen über den Fachkräftemangel in der Mode- und Textilbranche in den Projektländern zu sammeln. Diese Daten werden es den Projektpartnern ermöglichen Schulungsmaterialien zu erstellen, um die Lücken in der Berufsausbildung der (zukünftigen) Arbeitnehmer in dieser Branche zu schließen;
– die Maßnahmen sammeln, die die verschiedenen Länder zur Unterstützung der Aus- und Weiterbildung von Arbeitnehmern bereits in dieser Branche durchführen.

Die Situation in Deutschland

Der Bericht identifiziert die folgenden Probleme und Lösungsmöglichkeiten:

 

Fachkräftemangel

In Deutschland wird das duale Berufsausbildungssystem sowohl von den Unternehmen als auch von den Auszubildenden sehr geschätzt. Die Unternehmen sind jedoch der Ansicht, dass die vom Markt geforderten digitalen und grünen Kompetenzen noch nicht in die Lehrpläne integriert wurden und dass die Kompetenzen der Ausbilder und Arbeitnehmer aktualisiert werden müssen.

Die wichtigsten geforderten Kompetenzen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Digitale Fähigkeiten: Internet der Dienste, 3D-Druck, künstliche Intelligenz, Metaverse und insbesondere AR/VR (Augmented Reality/Virtual Reality)

Soft Skills: Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität und Anpassungsfähigkeit

Laut dem Geschäftsbericht der Bundesagentur für Arbeit (2021) benötigt die Mode- und Textilbranche qualifizierte Fachkräfte in verschiedenen Positionen. Zu den von den Unternehmen am stärksten nachgefragten Berufen gehören Modedesigner, Textil- und Bekleidungstechniker, Modellbauer, Produktentwickler und Spezialisten für Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

 

Strategien der deutschen Regierung

Die Bundesregierung hat folgende Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel ergriffen.

Die Anwerbung qualifizierter ausländischer Arbeitskräfte: Initiativen wie die “Blaue Karte EU“-erleichtern die Einreise von hochqualifizierten Fachkräften aus Ländern außerhalb der EU, um Qualifikationslücken in der nationalen Belegschaft zu schließen.

Die Förderung von Frauen und älteren Arbeitnehmern: Die Bundesregierung fördert aktiv die Beteiligung von Frauen und älteren Arbeitnehmern am Arbeitsmarkt durch flexible Arbeitszeiten und Elternzeitregelungen. Dadurch werden nicht nur Qualifikationsdefizite ausgeglichen, sondern auch eine vielfältige und inklusive Belegschaft gefördert.

 

Beispiele der Zusammenarbeit zwischen Regierung und Industrie

Die Bundesregierung arbeitet eng mit den Interessenvertretern der Industrie zusammen, um Qualifikationsdefizite frühzeitig zu erkennen und die Lücke zwischen Lehrplänen und Marktanforderungen zu schließen. Initiativen wie das „Bündnis für nachhaltige Textilien” bringen Vertreter der Industrie, der Regierung, zivilgesellschaftlicher Organisationen und der Wissenschaft zusammen, um nachhaltige Praktiken zu fördern und relevante Fähigkeiten und Kenntnisse im Mode- und Textilsektor zu entwickeln.

Der vollständige Bericht ist unter diesem Link verfügbar.

Wenn Sie mehr über das FEA-VEE-Projekt erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an:

Sonia Barani
Email: sbarani@itkam.org
Tel: +49 (0) 341 98972513

 

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