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Das Saarland – small, smart, attractive

Das Saarland ist ein traditioneller Industriestandort. Heute hat es die zweithöchste Industriedichte in Deutschland. Das Bruttoinlandprodukt des kleinsten deutschen Flächenbundeslands beträgt 35,6 Mrd. EUR mit einer Exportrate von 42,5% (2021). Die saarländische Industrie ist stabiler Motor und Treiber für Innovation und Wachstum. Im ersten Quartal 2022 ist hier die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im Vergleich der Bundesländer am deutlichsten gesunken.

Ansässige Unternehmen profitieren von der zentralen Lage in Europa. An Frankreich und Luxemburg grenzend ist das Saarland hervorragend angebunden, ob nach Paris, die Benelux-Staaten, den Flughafen Frankfurt am Main, den Flughafen Luxemburg oder den Flughafen Ensheim in der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Durch seine Lage und Geschichte ist und denkt das Saarland seit jeher europäisch. Auch die italienische Community fühlt sich hier seit Generationen wohl. Sie stellt die zweitgrößte ausländische Bevölkerungsgruppe.

 

Industrie 4.0 und green production im Saarland

Die hohe Dichte an renommierten Forschungsinstituten, die eng mit der Industrie und den beiden Universitäten zusammenarbeiten, ermöglicht effiziente Produkt- und Prozessentwicklungen. Ob etabliertes Unternehmen oder high-potential Start-up, sie werden von der institutionellen und universitären Forschung unterstützt, um die enormen Herausforderungen, vor denen sie heute stehen, zu meistern. Es versteht sich von selbst, dass dieser Ansatz auch sicherstellt, dass stets hochqualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Ganz oben auf der Agenda steht dabei die IT, insbesondere KI und Cybersecurity.

Die Potentiale und Prinzipien einer vernetzten Produktion, „Industrie 4.0“ wurden maßgeblich vom Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit Headquarter in Saarbrücken geprägt. 2017 entschied sich die Helmholzgesellschaft das CISPA Helmholzzentrum für Informationssicherheit im Saarland zu etablieren. Die geballte Kompetenz hat namhafte Unternehmen bewogen, ihrerseits ihre Forschungseinheiten in Saarbrücken aufzubauen, so gründete ZF 2019 ein eigenes Technologiezentrum für künstliche Intelligenz und Cybersecurity in direkter Campusnähe.

Damit Unternehmen unkompliziert Zugang zu dieser Spitzenforschung erlangen und Technologietransfer zügig vonstatten geht, betreiben Land und Universitäten das ZeMA (Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik). Das Institut ermöglicht es KMU auf die technologischen Entwicklungen zuzugreifen und sie zu implementieren. Neben den oben genannten sind unter anderem folgende Institute angebunden: das Fraunhofer IZFP Institut für zerstörungsfreie Prüfung, das Fraunhofer IBMT Institut für Biomedizinische Technik, das Fraunhofer ZSI Zentrum für Sensortechnik oder das INM Leibnitz Institut für Neue Materialien.

Neben Optimierung und Datensicherheit von Produkten und Prozessen, steht die Nachhaltigkeit insbesondere in Produktionsprozessen im Fokus. Als erstes Stahlwerk in Deutschland setzt Saarstahl Wasserstoff in der Produktion ein. Rund 3,5 Milliarden Euro werden für die vollständige Transformation der saarländischen Stahlindustrie hin zur CO2-Neutralität eingesetzt. Bereits 2027 soll laut der Saarstahl AG die Produktion von Grünstahl im Saarland beginnen. Mit drei IPCEI-Projekten zu Produktion, Anwendung und Infrastruktur bereitet das Saarland den Einsatz von Wasserstoff vor. Weitere drei Milliarden investiert das Land in den nächsten Jahren in weitere Strukturwandelprozesse. Nachhaltige Produktion wird in allen Branchen vorangetrieben und viele Neugründungen aber auch KMU haben punktgenaue Lösungen hervorgebracht.

 

Das Programm

Die angebotene Delegationsreise eröffnet die Möglichkeit, einige dieser Lösungen kennenzulernen, und das Potential des Saarlandes für das eigene Unternehmen zu erkunden.
Die Wirtschaftsföderungsgesellschaften im Saarland gwSaar und saaris sowie Germany Trade & Invest (GTAI), die Außenwirtschaftsförderungsagentur der Bundesrespublik Deutschland laden italienische Unternehmen mit Interesse an Industrie 4.0 und Green Production zu einer von ITKAM-Italienische Handelskammer für Deutschland e.V. organisierten Delegationsreise ins Saarland ein.

Die Reise findet vom 26. bis zum 29. Juni 2023 statt, ist Teil des GTAI-Programmes zur Internationalisierung von Regionen im Strukturwandel (ISW) und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt. Das Programm richtet sich vor allem an italienische Vertreter von Unternehmen, Clustern und Forschungsreinrichtungen auf Entscheidungsebene, die ein grundsätzliches Investitions- bzw. Standortinteresse an Deutschland haben.

Das mehrtägige Fachprogramm sieht Besichtigungen von innovativen Unternehmen und Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Saarland vor, aber auch eine Netzwerkveranstaltung sowie individuelle Gespräche mit lokalen Vertreter von Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Start-ups, Clustern und Netzwerken aus der Branche, die im Saarland ansässig sind und Interesse an einer Kooperation mit italienischen Unternehmen haben.

 

Teilnahme von saarländischen Unternehmen und Institutionen

Saarländische Unternehmen und Institutionen, die an Kooperationen mit italienischen Firmen interessiert sind, sind herzlich zur  geplanten Netzwerkveranstaltung eingeladen. Über das folgenden Formular können Sie sich für die Veranstaltung anmelden.

 

Weitere Informationen:

Julia Woyke

+49 (0)6241 5007620

jwoyke@itkam.org

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