Wann

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) führt die Italienische Handelskammer für Deutschland e.V. (ITKAM) im November 2020 eine digitale Geschäftsanbahnung für deutsche Unternehmen aus dem Bereich zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen durch. Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

Der Bereich Sicherheitstechnik und Gebäudeautomation wächst in Italien seit einigen Jahren stetig: zwischen 2013-2018 verzeichneten die italienischen Industriezulieferer des Bereichs eine durchschnittliche jährliche Umsatzsteigerung von 5,7%. Dies entspricht einer Rate, die weit über dem Durchschnitt der verarbeitenden Industrie (+1,8%) liegt. In diesem Zeitraum haben die Unternehmen – die traditionell weniger auf ausländischen Märkten präsent sind – auch ihre Internationalisierungsstrategien konsolidiert und suchen auf internationaler Ebene nach neuen Wachstumsmöglichkeiten. In den letzten fünf Jahren ist der Export der Branche mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von fast 10% gestiegen.

Einer Studie zufolge sind rund 180 italienische Unternehmen maßgeblich am Gesamtumsatz des Markts für Sicherheitstechnik in Italien beteiligt. Die 25 branchenführenden Unternehmen machen mit einem Gesamtumsatz von rund 0,79 Mrd. € im Jahr 2018 42,4% des Gesamtmarktes aus und sind in erster Linie in den Sektoren Zugangssicherung, Gebäudeautomation und Brandschutz aktiv. Laut den aktuell verfügbaren Daten zeigte sich im ersten Halbjahr 2019 eine größere Dynamik im Segment Brandschutz, während der Bereich der Zugangssicherung ein eher schwankendes Profil aufwies. Im ersteren ist der Umsatz insbesondere mit Sprachalarmsystemen für die Evakuierung weitergewachsen. Die gesamte Branche der Gebäudesicherheit und -automation zeigte sich laut der vorläufigen Daten im ersten Halbjahr 2019 stabil.

Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die Branche in Italien genommen hat, ist derzeit noch sehr unklar. Fest steht aber bereits, dass bestimmte Bereiche des Sektors der zivilen Sicherheit aus der Krise als klarer Sieger hervorgehen: Bereits in 2019 verzeichnete die Branche IT-Sicherheit eine Steigerung um 11%, in 2020 ist eine große Nachfrage in den Bereichen Cybersecurity, Videoüberwachung und Einbruchsschutz vor allem bei Unternehmen durch die rasante Umstellung auf Homeoffice und Home Schooling sowie nach Sicherheitslösungen für das Gesundheitswesen zu erwarten.

Aufgrund der aktuellen Lage findet die Geschäftsanbahnung nicht als Vor-Ort-Veranstaltung in Italien, sondern als digitales Event statt. Das Programm sieht eine Präsentationsveranstaltung vor, bei der die teilnehmenden deutschen Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen können, und individuell vorbereitete B2B-Gespräche sowie virtuelle Unternehmensbesichtigungen.

Die von ITKAM organisierte Geschäftsanbahnung bietet kleinen und mittleren deutschen Unternehmen (KMU), die sich verstärkt auf dem italienischen Markt engagieren wollen, neben einer intensiven Vorbereitung von Geschäftsmöglichkeiten eine gezielte Unterstützung beim Auf- und Ausbau von Geschäftskontakten mit potentiellen italienischen Partnern.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Eine Anmeldung kann bis spätestens 30.06.2020 erfolgen, die Anzahl der Plätze ist begrenzt. ITKAM behält sich die Prüfung der Eignung der eingehenden Bewerbungen vor. Der Teilnehmerbeitrag beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens zwischen 250,- und 500,- Euro (Brutto).

Ihr Ansprechpartner bei der ITKAM:
Italienische Handelskammer für Deutschland, Corneliusstr. 18, 60325 Frankfurt
Julia Woyke, Tel.: 06241 5007620, jwoyke@itkam.org

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