Deutsch-Italienische Kooperationen für den Wiederaufschwung Europas: Diese Zahlen sollten auch EU-Skeptiker überzeugen

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„Nach der Einführung des Euro konnte Italien seinen Export von Handwerksprodukten um 48% und Deutschland sogar um 78% steigern. Damit kurbelt die deutsche Wirtschaft auch den italienischen Export weiter an. Das sind die europäischen Zahlen, die es zu verbreiten gilt.“

So die Worte des Präsidenten der ITKAM, Emanuele Gatti, im Interview mit der German Times vor Beginn des Deutsch-Italienischen Wirtschaftsforums, das am 8. Mai in Rom stattfand.

Im Gespräch mit der deutschen Zeitung berichtet Emanuele Gatti über das große Event in Rom, spricht aber auch über Europa und die EU-SkepsisUnd über seine ganz konkrete Vorstellung: Italien und Deutschland müssen sich noch stärker annähern, um gemeinsam im Zeichen Europas zu wachsen.

„Deutsch-Italienische Kooperationen für den Wiederaufschwung in Europa”, so der Titel des Panels, bei dem die Außenminister beider Länder, Federica Mogherini, und Frank-Walter Steinmeier, als Redner auftraten.

Hier das vollständige Programm des Deutsch-Italienischen Wirtschaftsforums

Die italienischen Unternehmen profitieren vom Wachstum des deutschen Exports

Die italienische und die deutsche Industrie ergänzen sich und sollten stärker von der europäischen Integration profitieren.

Italien profitiert vom Wachstum des deutschen Exports. In der Automobilbranche zum Beispiel bauen die meisten deutschen Autobauer auf italienische Zulieferer.

„Italien und Deutschland sind zwei sehr wichtige Länder für die Europäische Union und haben deshalb die Verpflichtung, alle europäischen Bürger, auch die EU-Skeptiker, davon zu überzeugen, dass mehr Europa auch mehr Vorteile für alle bringt“, unterstreicht Emanuele Gatti im Interview. „Oberste Priorität ist die Freimachung finanzieller Ressourcen zur Unterstützung des wirtschaftlichen Motors Italiens, nämlich der Klein- und Mittelstandsunternehmen.

Die deutschen Investitionen stärken Europa

46% aller Auslandsinvestitionen von deutschen Unternehmen werden in Europa getätigt. Wir berichteten darüber in unserem letzten Post.

Emanuele Gatti kommentiert auch diese Zahl: „Es ist die beste Strategie, um der europäischen Wirtschaft neues Vertrauen zu geben. Deutschland und die deutschen Unternehmen tun genau das Richtige. Deutschland begegnet nicht nur uns mit großem Optimismus, sondern auch unserer neuen Regierung unter Renzi, die sich verpflichtet hat, entscheidende strukturelle Reformen auf den Weg zu bringen.“

Das Deutsch-Italienische Wirtschaftsforum

Diese und viele andere Themen standen beim Deutsch-Italienischen Wirtschaftsforum im Vordergrund.

In den 6 Gesprächsrunden wurde über Investitionen, Europapolitik, Familienunternehmen, die Expo und Erfolgsgeschichten deutsch-italienischer Unternehmer diskutiert.

 

Foto: © José Poblete

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