“Mehr als 1600 Unternehmen in 12 Innovationsclustern: toskanisches Ökosystem für Start-ups präsentiert sich in Berlin”

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In Erwartung des Events “Italian Start-Ups meet Berlin”dem Treffpunkt für deutsche und italienische Start-ups, das am 11. November 2013 in Berlin stattfinden wird, berichten wir in unserem heutigen Post über eine besonders florierende Start-up-Szene Italiens, die toskanische.

13 Inkubatoren12 Innovationscluster, bekannte Universitätszentren und mehr als 1600 Unternehmen: das sind in Kürze die wichtigsten Zahlen  des toskanischen Ökosystems, das Tradition und Innovation verbindet und schnelles Wachstum gewährleistet.

Über diese Szene berichtet uns heute Stefano Giovannelli, Geschäftsführer von Toscana Promozione, der beim Start-up-Event in Berlin als Redner auftreten wird.

Handwerksfertigkeit und wissenschaftliches Know-how: so entstehen toskanische Start-ups

Wissenschaftliches Know-how und Forschung, einerseits. Handwerksfertigkeit,Produktivität und Streben nach Innovation, andererseits,” Das sind nach Meinung von Stefano Giovannelli die Kernelemente zum Erfolg in der Toskana, denn so entsteht ein „dynamisches System des technologischen Know-how-Transfers”.

Dabei sind die innovativen Unternehmen der Toskana in den unterschiedlichsten Bereichen tätig, “von Unternehmen aus den traditionellen, toskanischen Wirtschaftsbereichen wie ModeMöbel- und Einrichtungsindustrie, Maschinenbau, Papier-, Marmorindustrie und Nautik, bis zu innovativen, dynamischen Wirtschaftsbereichen wie ICTNanotechnologieLife SciencesErneuerbare Energien“.

Die toskanischen Unternehmen und der deutsche Markt

“Eines der Ziele von Toscana Promozione ist es,” so Giovannelli, “die toskanischen Unternehmengezielt bei ihren Internationalisierungsbemühungen zu unterstützen”.

Im Start-up- und Innovationsbereich haben die Toskana und Deutschland bereits viele gemeinsame Ansatzpunkte wie die Erfahrung mit Unternehmensnetzwerken, die Performance von Clustern und Inkubatoren, aber auch im Bereich Handel, Investition in Innovation und Kompetenzsteigerung.

Nun geben wir aber das Wort an Stefano Giovannelli, in dem wir das gesamte Interview veröffentlichen.

Stefano Giovannelli: “so können Sie die innovative Toskana kennenlernen”

Toscana Promozione – was steckt dahinter und welche Mission wird verfolgt?

Toscana Promozione ist eine Agentur zur Vermarktung der toskanischen Wirtschaft. Seit mehr als 10 Jahren setzt sich Toscana Promozione für die regionale Wirtschaft ein, unterstützt die lokalenUnternehmen – auch bei der Umsetzung ihre Businessideen und bei der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten auf dem Weltmarkt. Unser Ziel ist es, die Unternehmen bei ihren Internationalisierungsbemühungen gezielt zu unterstützen.

Ein weiteres Ziel besteht darin, die Bekanntheit der Toskana als Forschungs- und Innovationationsstandort zu erhöhen, die sowohl in den klassischen Industriebereichen, als auch in innovativen Sektoren wie ICT und Life Sciences beheimatet ist.

Wir unterstützen also die Region Toskana bei der StandortvermarktungInvest in Tuscany ist das regionale Netzwerk und der Ansprechpartner für Investoren, die sich für den Standort Toskana interessieren.

Toscana Promozione und Start-up. Wieso beteiligt sich Toscana Promozione an einem Start-up-Event, wie beispielsweise dem am 11. November 2013 in der Italienischen Botschaft in Berlin? 

Unsere Agentur unterstützt die Region Toskana, da in innovative Start-ups investiert und Strukturen zum Know-how-Transfer aufgebaut wurden.

Nicht zufällig organisieren wir im Auftrag der Region Toskana eine Messebeteiligung von toskanischen Jungunternehmern auf der Mailänder SMAU, der wichtigsten italienischen Innovationsmesse, die Unternehmen, Inkubatoren und Innovationscluster miteinbezieht, um Businessideen in High-Tech-Sektoren weiterzuentwickeln und zu stärken.

Mit derselben Absicht engagiert sich Toscana Promozione in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk toskanischer Inkubatoren und Innovationscluster, um die Internationalisierung junger, toskanischer Start-up-Unternehmen voranzutreiben, die aufgrund der wettbewerbsintensiven Situation von Beginn an Methoden und Instrumente zum Bestehen auf dem internationalen Markt entwickeln müssen.

Zudem freuen wir uns, das Florenz im Juli 2014 ein Etappenziel der SMAU Road Show sein wird, ein Event für ganz Italien, das Unternehmen und Forschung zusammenbringt.

Das toskanische Ökosystem für Start-ups: welche Standortvorteile bietet die Toskana? Können Sie uns in Kürze die toskanische Start-up-Szene beschreiben und die Hauptakteure nennen?

Das toskanische Ökosystem für Innovation ist insbesondere vom Netzwerk der 13 Inkubatoren geprägt.

Damit kann die Region ein großes Potential entwickeln, man denke nur daran, dass allein der Inkubator der Universität Florenz (IUF) in seinen beiden ersten operativen Jahren – 2011 und 2012 – an 57 innovativen Projekten gearbeitet hat, die rund 250 junge Forscher miteinbezogen haben.  Dank ausgewählter Projekte sind 19 Spin-offs der Uni entstanden, 10 davon sind Teil des florentischen Inkubators.

Und um den Anforderungen unserer Unternehmen gerecht zu werden, hat die Region Toskana diese in größere Strukturen integriert, man spricht von 12 Innovationsclustern, die neben den bedeutendsten regionalen Forschungszentren mehr als 1600 Unternehmen der unterschiedlichsten Wirtschaftsbereiche beheimaten: sie sind in traditionellen, toskanischen Wirtschaftsbereichen wie ModeMöbel- und Einrichtungsindustrie, Maschinenbau, Papier-, Marmorindustrie und Nautik, tätig, aber auch in innovativen und dynamischen Sektoren wie ICTNanotechnologieLife Sciences undErneuerbare Energien.

Wissenschaftliches Know-how und Forschung einerseits, Handwerksfertigkeit,Produktivität und Streben nach Innovation, andererseits: das sind die Kernelemente zum Erfolg der Toskana im Bereich des technologischen Know-how-Transfers.

Sie haben von der Verbindung zwischen Tradition und Innovation in der Toskana gesprochen. Können Sie uns hierfür ein Beispiel nennen…

In der Toskana sprechen wir vom Handwerk 2.0, denn die technologischen Entwicklungen haben wesentlich zur Fortentwicklung des Handwerks beigetragen, in dem die eigentliche Handarbeit und Handfertigkeit durch die Einführung neuer, automatisierter Produktionsinstrumente unterstützt wird.

Toscana Promozione trägt wesentlich zur Verbreitung der Innovationskultur unter den Handwerksunternehmern bei. 

Toskana und Deutschland. Welche wirtschaftlichen Beziehungen bestehen bereits? Kann die Start-up-Szene zu einem weiteren Ausbau beitragen?

Der Austausch zwischen der Toskana und Deutschland zum Thema Innovation, Erfahrung mit Unternehmensnetzwerken, Performance von Clustern und Inkubatoren ist bereits in Gang, nicht zuletzt da Toscana Promozione im vergangenen Mai eine Konferenz zu Industriepolitken organisiert hat, die einen wesentlichen Beitrag zum Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmern, Forschern und Entscheidungsträgern beider Länder beigetragen hat. An dieser Konferenz haben unter anderem das Fraunhofer Innovation Engineering Center und die Standortagenturen von Hessen und Brandenburg teilgenommen.

Diese Konferenz hat gezeigt, dass es ähnliche Ansatzpunkte in beiden Ländern gibt und zwar zugunsten von Handel, Investition in Innovation und Kompetenzsteigerung.

Eigentlich müssen wir gar nicht erst auf die lange Tradition des Handels zwischen beiden Ländern eingehen. Wir möchten vielmehr über die neue Toskana sprechen, nicht nur die der schönen Landschaft und der bedeutenden Kunst- und Kulturschätzen. Heute versucht die Toskana vielmehr die einzigartige Mischung weltweit zu vermarkten “Mixing business and beauty” wie es in der Financial Times genannt wurde, also ein innovativer Standort mit Forschungskapazität und Unternehmerwillen.

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