Cremona: Die lokale Lebensmittelindustrie exportiert für 192 Millionen Euro allein im ersten Halbjahr

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1700 Zuchtunternehmen355 Lebensmittelfirmen und ein Exportwert von 192 Millionen Euro (pro Halbjahr), so die Zahlen derLebensmittelindustrie der Provinz Cremona.

Heute möchten wir erneut über die wirtschaftliche Entwicklung dieser, in der Region Lombardei gelegenen Provinz berichten, und zwar wie immer mit Hilfe von Fakten und Zahlen.

Vor ein paar Wochen berichteten wir über das gesamte Wirtschaftssystem der Provinz mit mehr als 30.000 Unternehmen und einem Exportwert von 3,3 Milliarden Euro. In diesem Post geht es nun um die von der Handelskammer Cremona veröffentlichten Zahlen über die cremonesische Lebensmittelindustrie.

Beginnen möchten wir zunächst mit der Landwirtschaft, die mit 1,6% zur Produktion der landwirtschaftlichen Wertschöpfung beiträgt. Anschließend berichten wir dann über den Export der Lebensmittelindustrie, der allein 11% der gesamten Auslandsverkäufe ausmacht.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Landwirtschaft für das cremonesische Wirtschaftssystem traditionell von ganz entscheidender Bedeutung ist und den Sektor zu einem der wichtigsten Industriezweige macht.

Cremona trägt mit 1,6% zur landwirtschaftlichen Wertschöpfung Italiens bei

Der Landwirtschaftssektor der Provinz Cremona trägt mit 4,9% zur lokalen Wertschöpfung, mit 14,2% zur landwirtschaftlichen Wertschöpfung der gesamten Region Lombardei und mit 1,6% zur nationalen landwirtschaftlichen Wertschöpfung bei. Außerdem beschäftigt der Sektor 8% der gesamten Arbeitskraft der Provinz.

In erster Linie werden in der Provinz Saatgut und Futtermittel angebaut. Sie tragen entscheidend zur wirtschaftlichen Entwicklung der Provinz bei und fördern die Entwicklung eines weiteren Sektors: den der modernen und effizienten Viehzucht.

1700 Zuchtunternehmen

Die Viehzucht wird von fast 700 Unternehmen, die sich hauptsächlich der Tierzucht widmen, sowie ca. 1000 weiteren Landwirtschaftsbetrieben, die die Tierzucht als Nebentätigkeit betreiben, ausgeübt.

In erster Linie werden Schweine (über 940.000) und Rinder (knapp 290.000) gezüchtet. Die Produktion des primären Sektors, sowohl von direkten Landwirtschaftsprodukten als auch von Nebenerzeugnissen wie Fleisch und Milch aus der Viehzucht, sorgt für eine florierende Entwicklung der Lebensmittelindustrie.

355 Unternehmen der Lebensmittelindustrie beschäftigen mehr als 5.000 Mitarbeiter

Der Lebensmittelsektor der Provinz Cremona setzt sich aus 355 aktiven Lebensmittelunternehmen zusammen, die insgesamt 5.529 Mitarbeiterbeschäftigten (Stand: 30.9.2013). Von diesen Unternehmen sind 232, also 65%, Handwerksbetriebe. Die Handwerksunternehmen beschäftigen 1041 Mitarbeiter.

Der Sektor unterscheidet zwei Hauptgruppen:

  1. Molkereiprodukte: In diesem Sektor sind zwar nur etwa 30 Unternehmen aktiv, sie beschäftigen jedoch ca. 1700 Mitarbeiter.
  2. Fleischverarbeitung: In diesem Sektor sind 109 Unternehmen mit mehr als 1200 Mitarbeitern aktiv.

Die anderen Handwerksbetriebe sind in verschiedenen Bereichen tätig: Teig- und Süßwarenherstellung, Getreideverarbeitung undTierfutterproduktion.

Ein Exportwert von 192 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013

Der gesamte Lebensmittelsektor spielt auch beim Export eine tragende Rolle, denn allein im ersten Halbjahr schafft er es auf einen Exportwert von 192 Millionen Euro, das entspricht 11% der Auslandsverkäufe der gesamten Provinz.

Genossenschaften, multinationale Unternehmen und Handwerksbetriebe

Im Lebensmittelsektor gibt es einige Firmen, die entscheidend zur wirtschaftlichen Entwicklung der Provinz beitragen, aber von großen multinationalen Unternehmen kontrolliert werden.

In der Provinz Cremona gibt es außerdem sehr viele Genossenschaften, vor allem für die Bereiche Molkereiprodukte, Schweineschlachtung, Gemüse- und Obstanbau sowie landwirtschaftliche Dienstleistungen.

Eine wichtige Rolle spielen auch die Handwerksbetriebe, die vor allem in der Produktion von frischen Backwaren (121 Betriebe mit fast 500 Mitarbeitern) und der Fleischverarbeitung (57 Unternehmen mit 250 Angestellten) tätig sind.

Fotoquelle: flickr/Steve Webel

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