Mode: 89% der deutschen Verbraucher bevorzugen ein zertifiziertes und nachhaltiges Produkt

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„89% der deutschen Verbraucher sagen, dass die Zertifizierung und die Identität des Produktes beim Kaufentscheid eine wichtige Rolle spielen.“

So das Ergebnis einer Umfrage, die im Rahmen des Projektes TF- Traceability & Fashion durchgeführt wurde. TF wird von Unionfiliere, dem Verband der Italienischen Handelskammern zur Vermarktung des Made in Italy, gefördert und zertifiziert dem Verbraucher die Herkunftsgeschichte des von ihm erworbenen Modeproduktes. [In unserem Blog ItaliaGermania berichten wir in dieser Rubrik detaillierter über die Zertifizierung.]

Der Kaufentscheid wird in erster Linie durch folgende Parameter beeinflusst:

  • Rücksichtnahme auf die Umwelt/soziale Verantwortung des Unternehmens [entscheidend für 91% der deutschen Verbraucher]
  • Herkunft [83%]
  • Gesundheit des Verbrauchers [64%]

Diese und andere Zahlen haben wir der Präsentation entnommen, die wir heute vorstellen möchten [alle Slides am Ende des Posts]. Doch zunächst möchten wir noch ein paar andere wichtige Zahlen zum deutschen und italienischen Mode- und Bekleidungsmarkt aufführen.

Deutschland: 120.000 Beschäftigte und 16,2 Milliarden Umsatz

In Deutschland ist die Textil- und Bekleidungsbranche bei den Verbrauchsgütern der zweitgrößte Industriebereich. Nach China ist Deutschland der größte Hersteller von Textil- und Bekleidungsprodukten und steht beim Export (hinter China und Italien) auf dem dritten Platz.

Hier eine Tabelle mit den wichtigsten Zahlen:

  • 1300 mittelständische Unternehmen, meist Frauenunternehmen
  • 120.000 Beschäftigte
  • ein Umsatz von 16,2 Milliarden
  • ein Exportanteil von 40% (Bekleidung) und 45% (Textil)

Italien: Steigender Umsatz in 2012 dank eines Exportzuwachses

Hier nun drei „Fakten“ zum italienischen Markt:

  1. In 2012 stieg der Umsatz der italienischen Bekleidungs- und Textilindustrie um 0,7% [bei der Damenmode] und um 1,9%[bei der Herrenmode], vor allem dank der Nachfrage aus dem Ausland.
  2. 56% des Umsatzes bei den Damen und 54% bei den Herren sind dem Export zuzuschreiben.
  3. Deutschland ist bei den Damen der dritt- und bei den Herren der viertwichtigste Kunde italienischer Mode.

Und in Zukunft?

Die Tendenzen von 2012 bestätigen sich: Die italienische Modebranche wird in erster Linie von den ausländischen Märkten angetrieben. Der EU-Markt bleibt wichtigster Abnehmer, die interne Nachfrage hingegen nimmt nur schleppend zu.

Fotoquelle: flickr/@abrunvoll

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