50 von der italienischen Regierung vorgeschlagenen Maßnahmen zur Förderung der Attraktivität des Standortes Italien für ausländische Investoren

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Wer könnte die 50 vorgeschlagenen Maßnahmen besser kommentieren als Unternehmer, die im deutsch-italienischen Geschäftsumfeld tätig sind ? Genau diese Unternehmer können nicht nur die Maßnahmen an sich , sondern auch die Förderung zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Italien und seiner Unternehmer beurteilen.

Am 19. September hat die italienische Regierung ein Dokument namens ‚Destinazione Italia‘ (Destination Italien) vorgelegt, das 50 Maßnahmen enthält, die auf Initiative des Premier-, des Außenministers und des Ministers für wirtschaftliche Entwicklung zur Stärkung des Standortes Italien beitragen sollen. Destinazione Italia ist eine sog. Task Force, die aufgrund des geringen Anteils an ausländischen Investitionen entstanden ist [„der Anteil ausländischer Investitionen in Italien beläuft sich auf jediglich 1,6% der gesamten, weltweit registrierten ausländischen Investitionsvolumens“] und nun Maßnahmen vorschlägt, die “vom Fiskus über die Arbeit, vomZivilrecht über die Forschung, von der Stärkung der ausländischen Vertreter bis zur Imageverbesserung des Standortes Italiens im Ausland reicht“.

Alles Argumentationslinien, die auch unsere Leser bewegen.

Genau deshalb wollen wir in unserem heutigen Post erklären, was hinter Destinazione Italia steckt – und Sie zur Beteiligung an der Diskussion bewegen.

Am 9. Oktober startete die öffentliche Diskussion über das von der Regierung verabschiedete DokumentDeshalb möchten wir unsere Leser bitten, an der online-Diskussion über die Plattform destinazioneitalia.gov.it teilzunehmen [alle Kommentare können bis zum 9. November eingestellt werden].

Was beinhaltet das Dokument „Destinazione Italia“?

Alle darin enthaltenen Maßnahmen der Task Force lassen sich unter 4 großen Zielsetzungen gruppieren:

1. Erleichterung von Investitionen

Maßnahmen, die Investoren unterstützen sollen und dies während des gesamten Investionszyklusses. Die darin enthaltenen Maßnahmen umfassen die Transparenz der Rechtsvorschriften, des Rechtsstaates und der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen.

2. Erhöhung der Attraktivität des Investitionsstandortes Italien

Und zwar: den Standort Italien dadurch aufwerten, dass die für einen Investitionsstandort ‚einzigartigen‘ Rahmenbedingungen in den Vordergrund gestellt werden.

3. Investion in Humankapital

Maßnahmen, die Italien zum „Anziehungspunkt für Talente in Universitäten, Forschung und in Unternehmen” machen.

4. Weltweite Werbung für den Standort Italien

Maßnahmen, die Kultur und Wirtschaft in den Vordergrund stellen, um ausländische Investitionen anzuziehen.

Liebe Unternehmer und Leser – wir möchten Sie bitten, an dieser öffentlichen Diskussion  teilzunehmen

Am 9. Oktober startete die öffentliche Diskussion über das von der Regierung verabschiedete Programm. Wir möchten all unsere Leser bitten, Ihre Meinung auf der Plattform Destinazione Italia bis zum 9. November kundzutun.

Auf der Website lesen wir: “Die Ergebnisse fließen in einen Report ein, der vom Regierungsamt online gestellt werden wird. Die Ergebnisse  werden zudem bei der Ausarbeitung der Endversion des Dokuments “Destinazione Italia” berücksichtigt, die Basis der von der Regierung im Laufe der Legislaturperiode zu verabschiedeten Maßnahmen sein wird“.

Und so können Sie daran teilnehmen, nachdem Sie sich online registriert haben:

  • jede einzelne Maßnahme kann kommentiertergänzt und/oder diskutiert werden – und dies auf jeder Seite der entsprechenden Maßnahme;
  • die nach eigener Einschätzung prioritären Maßnahmen können gekennzeichnet werden;
  • komplementäre Aktionen bzw. Maßnahmen, die das bisherige Dokument nicht enthalten, können genannt werden.

Erste Kommentare auf Destinazione Italia

“Wir haben viel zu viel Zeit damit verschwendet, Ministerien neu zu schaffen bzw. neu zu gestalten, während die globale Wirtschaft uns davonlief. Wir waren nicht in der Lage, uns diesem Rhythmus anzupassen. Jetzt können wir nur von den Instrumenten ausgehen, die wir für prioritär halten” kommentierte die italienische Außenministerin Emma Bonino. Nach Einschätzung von Sole 24 Ore “ist der Entwurf ein Maßnahmenkatalog, der die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Italien fördern kann”.

Wie ist Ihre Einschätzung?

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