Die italienischen Autohersteller bei der IAA in Frankfurt: ItaliaGermania berichtet

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Es ist der mit Abstand wichtigste Termin für die gesamte europäische Automobilbranche: Die IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) öffnet vom 12. bis 22. September ihre Pforten in Frankfurt. Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellung präsentieren die wichtigsten Automobilhersteller ihre aktuellsten Modelle und ihre neuesten technischen Errungenschaften.

Dieses Jahr waren auch wir von ItaliaGermania an den zwei Tagen vor Ausstellungeröffnung (10./11.9.) dabei, die traditionsgemäß den Journalisten und der Presse vorbehalten sind. So konnten wir den Präsentationen der italienischen Automobilhersteller beiwohnen und mehr über den zukünftigen Trend der Automobilbranche in Italien und Europa erfahren.

In den nächsten Tagen werden wir zu diesen Themen auf der IAA geführte Interviews veröffentlichen. Zunächst aber der Bericht über die Pressekonferenzen der beiden wichtigsten italienischen Automobilhersteller, die auf der IAA vertreten sind: FIAT und Ferrari.

FIAT beruft sich in der Zukunft auf seine Geschichte… und das mit zwei Schlagwörtern

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„Magic“ und „Logic“ waren das Leitmotiv der FIAT-Präsentation auf der IAA. Magie und Logik, oder wie wir es interpretiert haben, der Zauber und die Kraft einer historischen, italienischen Marke auf der einen Seite und die neuen Technologien sowie eine gute Vermarktung der eigenen Marke sowohl in Italien als auch im Ausland auf der anderen Seite. Nach Italien und den USA ist Deutschland nämlich drittstärkster Absatzmarkt für FIAT.

Schon im Voraus wurde viel über die Pressekonferenz von FIAT diskutiert, als Marchionne seine Abwesenheit bekannt gab. Bei der Ausstellung standen dann aber doch überwiegend nur die Autos im Mittelpunkt. Der Turiner Automobilhersteller nutzte die IAA zur 30-Jahr-Feier des Panda 4 x 4 und stellte das Sondermodell Antartica vor, das im kommenden Winter in limitierter Auflage erwerblich sein wird.

Schwerpunkt der Pressekonferenz war aber FIATs Topseller-Modell: der FIAT 500. Nach Angaben des FIAT-Pressesprechers sei es der FIAT 500, der am besten die Magie und Logik des Turiner Automobilherstellers widerspiegelt. Mit 17.000 verkauften Autos und einem Zuwachs von 41% war der FIAT 500 in Deutschland 2012 in der Tat das meistverkaufte Modell. In Nordamerika wurden sogar 56.000 FIAT 500 verkauft.

Der FIAT 500 wurde als eine Art Aushängeschild für die Marke, [wobei gleich deutlich gemacht wurde, dass er niemals eine eigenständige Marke werden wird], die Verkaufszahlen, die Langlebigkeit (in den letzten 5 Jahren ist sein Marktanteil stets gleich geblieben) und die Umweltfreundlichkeit dargestellt, denn der FIAT 500 ist mit einer Produktion von 90g CO2/km das umweltfreundlichste Auto in Europa.

Am Ende der Pressekonferenz dann noch ein Versprechen: eine baldige Präsentation eines neuen FIAT 500.

Ferrari stellt  „auf dem wichtigsten europäischen Markt“ sein neuesten Modell vor

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„Uns ist es besonders wichtig, der Tradition zu folgen und hier unser neuestes Modell vorzustellen.“ Mit diesen Worten eröffnete Luca di Montezemolo die Ferrari-Pressekonferenz und unterstrich damit die Wichtigkeit des deutschen Marktes für den Automobilhersteller aus Maranello.  „Bereits seit 60 Jahren ist Deutschland unser wichtigster Absatzmarkt.“ [Mit 750 verkauften Autos in 2012 ist Deutschlandauf dem Alten Kontinent für Ferrari in der Tat der wichtigste Markt.]

Die Zufriedenheit ist groß, denn 2012 stellte für Ferrari ein Rekordjahr dar. Mit 7.318 verkauften Autos und einem Umsatz von 2.433 Milliarden Euro war es „das beste in seiner 66-jährigen Geschichte“.

Vor den begeisterten Augen (und Fotoapparaten) der internationalen Presse präsentierten Montezemolo und die Ingenieure von Ferrari in Frankfurt das neue Modell Ferrari 458 Speciale.

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