Zanonato, Steinmeier und die anderen Redner des Deutsch-Italienischen Wirtschaftsforums, ein Video berichtet

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  • Was waren die wichtigsten Statements des Deutsch-Italienischen Wirtschaftsforums am 18. Juni?
  • In wie weit teilte das Publikum die vom Italienischen Wirtschaftsminister Flavio Zanonato vertretene Meinung?
  • Und in wie weit die vom SPD-Fraktionschef und ehemaligen deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier?
  • Und die Beiträge der anderen Redner wie Giuseppe Vita, Präsident der Unternehmensgruppe UniCredit S.p.A. oder Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie?

So haben die Teilnehmer das Forum erlebt

Wir haben einige der wichtigsten Momente des Forums in einem Video festgehalten [nachdem wir bereits mit Hilfe des Livebloggings in italienischer Sprache und der Eröffnungsrede des Präsidenten der ITKAM, Emanuele Gatti, über das Event berichteten] und dazu die Meinungen von drei Teilnehmern eingeholt, die die Unterstützung der ITKAM bei diesem Event verdeutlichen:

  • Stephan Grigolli, Rechtsanwalt und Avvocato sowie Mitglied des Kuratoriums der ITKAM;
  • Stefan Brandes, Managing Partner bei Rödl & Partner, der das  Wirtschaftsforum als Partner unterstützt hat;
  • Vincenzo Papa von der Consis Group berichtet als Mitglied der ITKAM wie er das Forum erlebt hat.

Entweder wir finden einen Weg oder wir bahnen uns einen!

Mit dem von Emanuele Gatti zitierten lateinischen Satz [„Aut viam inveniam aut faciam“] eröffnen wir unser Video, in dem wir über die Ereignisse und Debatten des gesamten Tages berichten [wie bei allen in unserem Blog veröffentlichten Videos üblich, können Sie zum Einblenden der Untertitel einfach auf die Symboltaste in der Menüleiste drücken].

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Elio Menzione – Italienischer Botschafter in Berlin; Ehrenpräsident der Italienischen Handelskammer für Deutschland e.V.

„Die Italienische Handelskammer für Deutschland regt mit dem Deutsch-Italienischen Wirtschaftsforum eine Diskussion über die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen zwei der wichtigsten europäischen Nationen an.“

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Emanuele Gatti – Präsident der Italienischen Handelskammer für Deutschland e.V., Mitglied des Vorstandes der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

„In Bezug auf die deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen sind wir im Übrigen der gleichen Überzeugung wie Hannibal, als ihm der General mitteilte, es wäre unmöglich die Alpen zu überqueren: „Aut viam inveniam aut faciam, entweder wir finden einen Weg oder wir bahnen uns einen.“

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Flavio Zanonato – Minister für wirtschaftliche Entwicklung der Republik Italien

„Wir müssen unseren Unternehmen vor allem die Möglichkeit bieten, unter gleichen Bedingungen Wettbewerb zu betreiben: das ist unser Karma.“

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Frank-Walter Steinmeier – Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und ehemaliger deutscher Außenminister

„Ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich heute, mitten in der europäischen Krise sage, ich glaube in der Tat, wir brauchen noch eine Besteuerung der Finanzmärkte, um daraus Investitionsprogramme in diesen Bereichen, wichtigen Infrastrukturbereichen, tatsächlich finanzieren zu können. Dieses auf den Weg zu bringen scheint mir ein Gebot der Stunde zu sein. Und ich kann nur hoffen, dass wir dabei voran kommen.“

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Stephan Grigolli – Mitglied des Kuratoriums der Italienischen Handelskammer für Deutschland e.V. sowie Rechtsanwalt und Avvocato in der Kanzlei Grigolli und Partner, Mailand

„Ich heiße Stephan Grigolli, ich bin Avvocato nach italienischem Recht und Rechtsanwalt nach deutschem Recht in einer Kanzlei in Mailand. Ich bin Mitglied des Kuratoriums der Italienischen Handelskammer hier in Frankfurt. Heute habe ich an diesem äußerst interessanten Kongress teilgenommen, dem ersten Deutsch-Italienischen Wirtschaftsforum.“

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Giuseppe Vita – Präsident der Unternehmensgruppe UniCredit S.p.A.

„Wir müssen versuchen, auf unsere Stärken zu setzen. Wie Steinmeier korrekterweise gesagt hat, kann die Krise der einen auch zur Krise der anderen werden. Ich würde den Satz umdrehen und sagen, dass die Stärken der einen auch die Stärken der anderen werden können.“

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Stefan Brandes – Rechtsanwalt und Avvocato sowie Managing Partner bei Rödl & Partner, Mailand

„Ich bin Stefan Brandes, Managing Partner bei Rödl & Partner in Mailand. Wir sind eine internationale Unternehmens-, Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfer mit vier Büros in Italien und ca. 150 Mitarbeitern.“

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Hans-Joachim Otto – Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

„Wir Europäer… wir Deutschen sind überzeugte Europäer, da gibt es kein Wackeln, da gibt es kein Zaudern. 90% der Deutschen sind für Europa und für Italien allemal.“

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Vincenzo Papa – Mitglied der Italienischen Handelskammer für Deutschland e.V. sowie Präsident und Vorstandsvorsitzender der Consis Group

„Ich bin Vincenzo Papa, Präsident und Vorstandsvorsitzender des IT-Unternehmens Consis Group. Ich habe mich sehr über die Einladung zu diesem Event der Handelskammer gefreut und bin stolz eines ihrer Mitglieder zu sein.“

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Frank-Walter Steinmeier

„Wenn in den jungen Generationen in Italien, in Spanien, in Portugal, in Frankreich, Europa und die gemeinsame Währung in Zukunft nicht mehr als die Lösung von Problemen, sondern als das Problem selbst begriffen wird, dann wird uns, der Politik, irgendwann die Legitimation für eine europäische Politik verloren gehen. Und deshalb ist der Kampf gegen die ökonomische Krise eben nicht nur ein Kampf um Wiedergewinnung von wirtschaftlicher Stabilität, sondern wir müssen diesen Kampf um wirtschaftliche Stabilität gewinnen, sonst gewinnen wir den Kampf um die Zukunft Europas nicht.“

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Stephan Grigolli

„Hoffen wir, dass der Weg, auf dem wir uns nun bewegen, den wir jetzt mit den wirtschaftlichen und vor allem politischen Beziehungen eingeschlagen haben, den italienischen und deutschen Unternehmen die Möglichkeit bietet, mit mehr Sicherheit in den jeweils anderen Staat investieren zu können.“

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Emanuele Gatti

„Als Ergebnis erwarten wir Lösungsansätze, die von Unternehmen und der Politik in die Tat umgesetzt werden können und sollen, damit Italien und Deutschland ihre traditionell starke Wirtschaftsbeziehung fortsetzen.“

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Stefan Brandes

„Es wurde deutlich, dass Italien sehr gute Chancen hat, die Krise zu überwinden und mit Deutschland einen starken Partner an seiner Seite hat.“

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Alessandro Castellano – Geschäftsführer SACE

„Das Anti-Business-Denken ist kontraproduktiv. Deshalb sollte das Business von Unternehmen bestimmten Regeln unterliegen, sie sollten geführt und begleitet werden.“

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Bernhard Scholz – Präsident/Vorstandsvorsitzender – Compagnia Delle Opere

„Es ist nicht das Ziel, dass die kleinen und mittelständischen Unternehmen wachsen -natürlich können sie sich vergrößern- sondern, sich zusammenzutun, Events zu veranstalten, Netzwerkverbindungen zu stärken. Auch auf internationaler Ebene haben sich bereits erste Netzwerkbeziehungen herausgebildet.“

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Stephan Grigolli

„Italien ist gar nicht so wie es oft dargestellt wird. Denn Italien hat Potential, ein wirklich großes Potential für die deutschen Unternehmen.“

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Stefano Colli – Vorstandsvorsitzender GI Group und Vizepräsident von Assolavoro

„Unbefristete Arbeitsverträge müssen an erster Stelle stehen. Aber um an erster Stelle stehen zu können, müssen sie attraktiv sein und dürfen nicht auf dem Prinzip der Unabsetzbarkeit aufgebaut sein.“

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Raimund Becker – Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit

„Und in Deutschland hat sich halt durchgesetzt, dass ein junger Mensch über eine duale Ausbildung letztendlich eine sehr schöne weitere Entwicklung im beruflichen Leben hatte. Und wir wissen auch, jeder junge Mensch weiß, wenn ich die Ausbildung beendet habe, Zweidrittel von den 540.000 bekommen anschließend direkt einen festen Arbeitsvertrag beim Arbeitgeber.“

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Flavio Zanonato

„Nach Angaben einer von der Italienischen Botschaft in Berlin durchgeführten Studie gibt es 1800 deutsche Unternehmen, an denen italienische Unternehmen mit Kapital beteiligt sind und fast 1400 Unternehmen in Italien, in die deutsche Unternehmen mit Kapital investiert haben und so zu einem deutlichen Beschäftigungszuwachs beigetragen haben.“

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Elio Menzione

„Heutzutage müssen wir uns auf internationaler Ebene mit den großen Hauptakteuren wie China, Russland oder Indien auseinandersetzen. Als geschlossenes Europa haben wir allein aufgrund unserer Größe einfach bessere Chancen als jedes einzelne Land.“

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Vincenzo Papa

„Ich denke, dass jeder italienische Unternehmer weiterhin in den Austausch mit Deutschland investieren sollte, und ich hoffe, dass wir beim nächsten Event einen noch regeren Austausch verzeichnen können, dass Deutschland immer öfter ein Beispiel und Anreiz für italienische Unternehmen sein wird.”

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Flavio Zanonato

„Es wird also deutlich, dass die gemeinsamen Ideen gegenüber den Fragen und Zweifeln, über die wir hier aufgrund unterschiedlicher Ansichten diskutieren, überwiegen. Bei unsere wirtschaftlichen Grundsatzinteressen gibt es einfach viel mehr Bereiche, in denen wir gleicher Meinung sind, als Bereiche, in denen wir andere Ansichten vertreten. Die Zahlen zeigen dies sehr deutlich: unsere Wirtschaftssysteme sind sich wesentlich ähnlicher als es manchmal in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.“

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