Mario Zagaria: „Qualität, Umweltschutz und eine akribische Kundenbetreuung als Mittel gegen die Krise.“

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COM s.C.p.A ist ein lukanisches Unternehmen, das bereits seit über 30 Jahren im Bereich der Feinmechanik aktiv ist. Es ist die dritte der 4 Firmen, die von der Italienischen Handelskammer für Deutschland und dem regionalen Handelskammerverband Unioncamere Basilicata zur Messe nach Hannovergeschickt wurde.

Im Rahmen der Messe Hannover interviewen wir auch Mario Zagaria, den Präsidenten von COM s.C.p.A.

Auf den von der ITKAM geförderten Messen neue internationale Kunden finden

COM s.C.p.A ist ein Unternehmen mit fast ausschließlich internationaler Klientel: Bosch Bremssysteme, Oerlikon, Carraro, Steel.

Für unser Unternehmen ist es von ganz entscheidender Bedeutung, neue Absatzmärkte im Ausland aufzutun. Daher haben wir die Chance ergriffen und das Angebot der Italienischen Handelskammer genutzt, an der Messe in Hannover teilzunehmen. Mario Zagaria berichtet uns, „dass die Kosten für Messen dieser Größenordnung oft sehr hoch und für kleine Unternehmen daher unbezahlbar sind. Genau deshalb ist eine solche Unterstützung und Zusammenarbeit für uns so wichtig“.

Die Stützen des Unternehmens in Krisenzeiten

Wir fragten Mario Zagaria auch, worauf sein Unternehmen in Krisenzeiten wie heute baut. Das „Rezept“ des Präsidenten von COM s.C.p.A.: Qualität garantieren, Rücksicht auf die Umwelt nehmen [COM s.C.p.A. ist eines der ersten EMAS registrierten Unternehmen] und auf akribische Weise den Kundenbedürfnissen gerecht werden.

Unser Unternehmen ist so strukturiert, dass die Bedürfnisse des Kunden immer in den Vordergrund gestellt werden, und zwar sowohl von den Angestellten in den höchsten Positionen, als auch von gerade erst neu eingestellten Mitarbeitern.

Mario Zagaria: Warum unser Unternehmen nach Hannover gekommen ist

 

In welchem Bereich ist COM s.C.p.A tätig und warum stellt sich das Unternehmen in Hannover vor?

Wir sind ein Unternehmen, das bereits seit mehr als 30 Jahren im Bereich der Feinmechanik aktiv ist, genauer gesagt seit exakt 33 Jahren. Unsere Firma produziert Getriebe und Gehäuse. Wir verfügen über 16 Bearbeitungszentren und 14 Drehbänke mit numerischer Steuerung. Insgesamt beschäftigen wir rund 60 Mitarbeiter.

Diese Zahlen sind wohl auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen, denn zuvor beschäftigten wir rund 100 Mitarbeiter und konnten einen Umsatz von ca. 10 Millionen Euro aufweisen, von denen ca. 90% Auftragsfertigungen waren. Das bedeutet, dass der Kunde uns das Rohmaterial liefert und wir lediglich die Spanabhebung durchführen.

Wir können Produkte der Größe eines 1 Meter breiten und hohen Würfels bearbeiten und erledigen Dreharbeiten von ca. 20 bis 800 mm mit einem Genauigkeitsgrad von einem Hundertstel Millimeter.

Wir haben fast nur internationale Kunden: Bosch Bremssysteme, Oerlikon, Carraro, Steel. Sehr wichtige Unternehmen, mit denen wir sehr gute Handelsbeziehungen führen. Unsere Ziele für Hannover: die aktuelle Entwicklung des Business beobachten und neue Kunden finden. Vor allem, weil unsere Unternehmenszahlen, wie bereits erwähnt, sehr stark zurückgegangen sind, wir aber über eine viel größere Produktionskapazität verfügen.

Deshalb gehört es zum Pflichtprogramm, im Ausland neue Absatzmärkte aufzutun. Die Teilnahme an der Messe hier in Hannover ermöglicht uns, unser Know-How zu erweitern und neue Chancen aufzutun.

Die Unterstützung der Italienischen Handelskammer ist dabei ganz entscheidend, denn die Kosten solcher Messen sind für kleine Unternehmen oft viel zu hoch. Genau deshalb ist eine solche Zusammenarbeit für uns so wichtig. Ich wünsche mir, dass sie in der Zukunft noch intensiviert wird.

Wie und warum sollte in Krisenzeiten die Qualität garantiert werden?

Wir sind ein seit mehr als 15 Jahren zertifiziertes Unternehmen. Wir richten uns nach den Bedürfnissen des Marktes und versuchen, unsere Unternehmensstruktur dementsprechend zu organisieren.

Wir sind speziell für den Bereich Automotive ISO 9000 und ISO/TS 16949 zertifiziert. Wir legen sehr großen Wert auf Umweltschutz und sind ISO 14001 zertifiziert und EMAS registriert. Die EMAS-Registrierung ist begrenzter, stellt aber auch mehr Anforderungen als die ISO 14000-Registrierung, die ja mehrere Bereiche gleichzeitig einbezieht. Die EMAS-Registrierung ist eines unserer Aushängeschilder. Wir sind eines der ersten Unternehmen, das in Italien zertifiziert wurde. Wir verfügen über das Zertifikat Nr. 146, wir sind also die 146. Firma, die sich in Italien EMAS registriert hat.

Dies ist sicherlich einer der wichtigsten Aspekte [im Kampf gegen die Krise]Des Weiteren ist eineakribische Betreuung des Kunden von entscheidender Bedeutung. Man muss den Kunden einfach „verwöhnen“ und auf alle seine Bedürfnisse eingehen. Natürlich gibt es auch hier Grenzen, aber der Kunde ist nun mal das Allerwichtigste. Genau deshalb ist unser Unternehmen so organisiert, dass die Bedürfnisse des Kunden immer in den Vordergrund gestellt werden, und zwar sowohl von den Angestellten in den höchsten Positionen, als auch von gerade erst neu eingestellten Mitarbeitern.

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