Das soziale Unternehmen kennt die Mechanismen herkömmlicher Wirtschaftsbetriebe: zum Teil setzt es sie um, zum Teil kritisiert es sie

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Ein Ort für ökosoziale Organisationen und Firmen, eine Herberge für 150 bedürftige Menschen, eineWerkstatt für nachhaltige Konzepte und Ideen, eine Plattform für die berufliche Integration, aber vor allem ein soziales Unternehmen.

So definiert sich das Haus der Solidarität „Luis Lintner” aus Brixen selbst, eine südtiroler Sozialgenossenschaft, die seit 2002 ihr soziales Projekt realisiert „einen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten”.

Für unsere Beobachtungsstelle für soziale Unternehmen, hat uns Alexander NitzVorstandsmitglied beim Haus der Solidarität, von diesem Projekt erzählt, das auf der wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit sowie der Kreativität und Lernbereitschaft der Mitglieder und ehrenamtlichen Mitarbeiter basiert. Sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel:

das Gemeinwohl maximieren, nicht den Gewinn.”

Alexander hat uns seine Definition des sozialen Unternehmens mitgeteilt: Es ist ein Unternehmen das die Mechanismen herkömmlicher Wirtschaftsbetriebe kennt, sie teils umsetzt, teils kritisch hinterfragt.

Es folgt das ausführliche Interview mit Alexander Nitz vom Haus der Solidarität „Luis Lintner”.

Wer seid ihr und was ist eure Mission?

Das HdS ist eine Herberge, die rund 150 Menschen in schwierigen Lebenslagen pro Jahr überbrückt; ein Unterkunft für ökoszoiale Organisationen und Firmen; eine Werkstatt für nachhaltige Konzepte und Ideen; eine Plattform für Arbeitsintegrationsprojekte. Unsere Vision ist, einen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten, und Solidarität konkret zu leben.

Mit welchen Strategien versucht ihr eure Mission umzusetzen?

Unsere Strategien sind:

  • Politische und finanzielle Unabhängigkeit
  • Gemeinwohlorientierung
  • Haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen tun das, was sie wirklich, wirklich gerne tun
  • Kreativät und ständiges Lernen

Wie finanziert ihr euch?

Ohne öffentliche Beiträge, mit den Einnahmen die wir selbst erwirtschaften (Mieten, Veranstaltungen, Spenden, Arbeitsintegrationsprojekte).

Welche Rechtsform habt ihr für euch gewählt und weshalb?

Seit einem Jahr sind wir eine Sozialgenossenschaft. Diese ermöglicht uns, die vielfältigen Tätigkeiten ordentlich abzuwickeln. Vorher waren wir ein Verein. Wir verstehen uns als ein soziales Unternehmen.

Zukunftsaussichten: wo seht ihr euch selbst in 3- 5 Jahren?

In 3-5 Jahren haben wir es geschafft, uns in einer nachhaltigen Art und Weise zu organisieren (Stichwort: Postwachstumsökonomie). Außerdem sind wir weiterhin kreativ und innovativ wie in der Pionierphase.

Was ist eure Definition von sozialen Unternehmen? Würdet ihr euch selbst als solches definieren?

Ja absolut. Ein soziales Unternehmen ist für uns ein Unternehmen, das wirtschaftlich gesund agiert, nach Möglichkeit finanziell auf eigenen Beinen steht, die Mechanismen herkömmlicher Wirtschaftsbetriebe kennt, teils umsetzt, teils kritisch hinterfragt –  mit dem letztlichen Ziel nicht der Gewinnmaximierung, sondern der Gemeinwohlmaximierung.

Technisch

  • Name der Organisation: Sozialgenossenschaft Haus der SOlidarität Luis Lintner Onlus (HdS)
  • Adresse: Vintlerweg 22, 39042 Brixen
  • www.hausdersolidaritaet.org
  • Name der Ansprechpartnerin: Alexander Nitz

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