Brand Italien? Für Google die zweitstärkste Marke nach Coca Cola


Italien ist die zweitstärkste Marke, wenn man von der weltweiten Suche auf Google ausgeht, nur Coca-Cola ist noch stärker gefragt. Und als touristische Destination können nur USA und China noch mehr Anfragen als Italien verzeichnen.

Die “Marke Italien” scheint im Netz sehr beliebt zu sein. Dies bestätigt zumindest Carlo D’Asaro Biondo, Präsident von Google für Europa, Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika, der während der internationalen Tourismusmesse  BIT 2013 in Mailand sprach.

Die Nachricht, veröffentlicht von Event Report, erschien auf zahlreichen Blogs.

D’Asaro Biondo lieferte weitere Daten: “Rund 85 Milliarden Suchen auf Google enthalten die Worte Italien oder Italienisch, und 7 Milliarden die  Tourismusdestination Italien“.

Und wie reagiert Italien auf diese starke Nachfrage? Dies zeigen einige Daten der BIT:

Die italienischen Tourismuswebsites werden von 216 Millionen Einzelpersonen pro Jahr besucht. Die Zahl steigt zwar um 16%, ist aber im Vergleich zu anderen Destinationen noch relativ niedrig. Heutzutage hat sich aber die Internetsuche im Tourismusbereich exponentiell erhöht, nicht zuletzt dank der neuen Generationen von Tablets und Smartphones: die Websites von Hotels und von Portalen, die einen Ort, eine Destination und deren wichtigste Besonderheiten beschreiben, sind unabdingbar geworden.

Die Bedeutung des nationalen Brandings

Die Reputation jedes einzelnen Landes entspricht bzw. ist genau so wichtig wie das Brand eines Unternehmens oder einer Marke

Und diese Idee des Wirtschaftswissenschaftlers Simon Anholt aus dem Jahre 1996 steckt hinter dem Begriff nation branding:  die Wahrnehmung unsers Landes im Ausland ist von wesentlicher Bedeutung. Und mit Blick auf die Daten von Google ist dieser Aspekt von noch größerer Bedeutung.

Aber damit dies eine wirklich gute Nachricht ist, muss die Marke Italien in eine gemeinsame Strategie eingebunden werden. Anholt ist der Meinung, dass es die Aufgabe einer Regierung ist, eine wettbewerbsfähige Identität zu schaffen:

Die wettbewerbsfähige Identität besteht aus Brand Management, Diplomatie, Handel, Investitionen, Tourismus und der Exportvermarktung.

Wie weit ist Eurer Meinung nach die italienische Strategie eines nationalen Brandings entwickelt?

Während ihr darüber nachdenkt, empfehlen wir Euch die Lektüre von Simon Anholt, Competitive identity: the new brand management for nations, cities and regions (Palgrave Macmillan).

Wir danken Marco Vismara für die Meldung. Das Foto findet Ihr auf: flickr/torephoto

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