Warum Ferrero für seine Corporate Social Responsibility eine A+ verdient

Am 16. Januar hat Ferrero Deutschland in der Italienischen Botschaft in Berlin die Sozialbilanz der gesamten Unternehmensgruppe präsentiert.

Dabei hat Ferrero verdeutlicht, welche Aktivitäten dazu beigetragen haben, dass sich das Unternehmen von der Bewertungsnote C+ zur einer A+ verbessern konnte. Die Bewertungskriterien basieren auf den von der Organisation GRI (Global Reporting Initiative) festgelegten Parametern.

Der Bericht ist im Internet veröffentlicht. Er ist auf der Homepage von Ferrero einsehbar, steht aber auch in diesem Post zur Verfügung (am Ende des Artikels).

Als Vertreterinnen der Italienischen Handelskammer für Deutschland haben Francesca Regina, Leiterin des Büros Berlin, und Anna Turco, Marketing-Referentin, Ferrero bei der Organisation des Events unterstützt und haben für unseren Blog ItaliaGermania die wichtigsten Auszüge festgehalten.

Sie berichten wie folgt:

Die Zahlen der Ferrero-Gruppe

Den Anfang macht der Gastgeber: Elio Menzione, Italienischer Botschafter in Berlin, berichtet, dass die Ferrero-Gruppe weltweit 22.000 Angestellte beschäftigt und im Jahr 2011 einen Umsatz von 7 Milliarden Euro erwirtschaftet hat. 

Auf dem deutschen Markt ist Ferrero bereits seit 1956 vertreten und gehört heute zu den wichtigsten Unternehmensgruppen. Ferrero ist mit seinen 3600 Angestellten und 28 Marken außerdem der größte italienische Investor im ganzen Land.

Ein multinationaler Konzern unter familiärer Leitung

Die nächsten Redner sind Carlo Vassallo, der bereits seit 30 Jahren bei Ferrero tätig ist und seit 2009 den Posten des Geschäftsführers von Ferrero Deutschland inne hat, und Stephan Nießner, der bereits seit 20 Jahren für das Unternehmen arbeitet. Sie verdeutlichen, wie wichtig es für sie ist, in einem familiengeführten Unternehmen zu arbeiten.

1946 im italienischen Alba von Michele Ferrero gegründet, verfügt Ferrero heute über 21 Produktionsstätten überall auf der Welt. Präsident der Unternehmensgruppe ist Giovanni Ferrero, auch wenn seine Eltern nach wie vor sehr aktiv bei Unternehmensentscheidungen mitwirken.

Warum der Corporate Social Responsibility so viel Bedeutung beigemessen wird

Die Familie steht auch dann im Mittelpunkt, wenn es darum geht, jene Werte mit anderen zu teilen, an die sie glaubt: Arbeiten, Schaffen, Schenken.

Der Bericht zur sozialen Verantwortung des Unternehmens Ferrero (CSR) ist Zeugnis für das langjährige soziale Engagement der Firma. Alle Aktivitäten des Unternehmens sind zertifiziert. Durch seinen konstanten Einsatz hat Ferrero es als einzige Lebensmittelindustrie-Firma in ganz Europa geschafft,  sich von der Note C+ auf eine A+ zu steigern.

Das Unternehmen engagiert sich vor allem in folgenden Bereichen:

Stärkung lokaler Gemeinschaften –  In Kamerun (seit 2004), Südafrika (seit 2006) und Indien (seit 2007) betreibt Ferrero Soziale Unternehmen mit dem Ziel, die Lebensbedingungen in den ärmsten Ländern der Welt zu verbessern. In den Ländern, in denen Ferrero präsent ist, investiert das Unternehmen außerdem in Schul- und Weiterbildung, Infrastrukturen sowie in Kampagnen gegen Kinderarbeit an der Elfenbeinküste.

Nachhaltige Landwirtschaft –  Ziel der Unternehmensgruppe ist eine nachhaltige Rohstoffversorgung: Bis 2020 wird 100% Kakao und bis 2015 100% Palmöl sowie 100% Kaffee als rückverfolgbar zertifiziert.

Gesunder Lebensstil – Ferrero fördert einen gesunden Lebensstil, der auf dem Konzept einer ausgewogenen Ernährung in Verbindung mit regelmäßiger körperlicher Betätigung beruht.  Die Sport-Initiativen involvieren mehr als 7 Millionen Kinder in 17 Ländern. Ferrero ist zudem Sponsor 21 nationaler Sportvereine und der drei olympischen Komitees.

Minimierung von Umweltbelastungen – Ferrero setzt sich für eine Reduzierung des Wasserverbrauchs und die Nutzung erneuerbarer Energie bei der Produktion ein.

Verantwortungsvolle Unternehmenskommunikation – Ferrero hat sehr strenge Regeln in Bezug auf Werbung für Kinder unter 12 Jahren festgelegt.

Ferrero in Deutschland

Ferreros Firmenphilosophie stützt sich auf zwei große Pfeiler: das Produkt und die Mitarbeiter.

Für Mitarbeiter im Ruhestand wurden bereits 1980 sogenannte „Opere sociali“ errichtet. Es handelt sich dabei um soziale Begegnungsstätten, die den ehemaligen Angestellten die Möglichkeit bieten, mit Kollegen in Kontakt zu bleiben und zusammen kulturelle Veranstaltungen, Kurse, Ausflüge, usw. zu erleben. Die „Opera sociale Deutschland” für die ehemaligen Mitarbeiter des Produktionsstandortes Stadtallendorf zählt 430 Mitglieder und hat allein in 2011 circa 100 Events und Kurse organisiert.

Der Produktionsstandort Stadtallendorf auf dem Weg zur autonomen Energieversorgung

Im nächsten Vortrag von Pasquale Giorgio, Vorstandsmitglied von Ferrero Deutschland, geht es um die Energieversorgung.

Als Beispiel nennt er den Produktionsstandort Stadtallendorf, der nach dem in Alba der größte von Ferrero ist. Hier werden 3 Millionen Doppelzentner an Produkten hergestellt.

Das Werk in Stadtallendorf verbraucht insgesamt 198.700 MWh an elektrischer Energie. Davon werden 85.200 MWh durch eine Wärmekraftkopplungs-Anlage und 500 MWh durch eine Photovoltaik-Anlage erzeugt, 113.000 MWh werden extern eingekauft.

Für die Erzeugung von 219.800 MWh Wärmeenergie benötigt das Werk  259.000 Tonnen Dampf und  4.700.000 m3 Methan.

In Stadtallendorf wird eine autonome Energieversorgung und das Erreichen der Ziele des Wirtschaftsprogramms Europa 2020 angestrebt.

Bereits seit 2007 verfügt das Werk über eine Wärmekraftkopplungs-Anlage, seit 2008 über eine Photovoltaik-Anlage, seit 2010 über eine zweite Wärmekraftkopplungs-Anlage, und zwischen 2012 und 2014 ist der Bau einer Biogasanlage vorgesehen.

Für das Jahr 2020 sagt Ferrero eine 100%ig autonome Energieversorgung voraus, von der 30% aus erneuerbaren Quellen stammt.

Energieeffizienz durch Einbeziehen der Mitarbeiter

Energieeffizienz erreicht man am besten, wenn man die eigenen Mitarbeiter involviert. Die Kampagne „4 Jahreszeiten“ beschäftigt sich in jeder Jahreszeit mit einem anderen Themenbereich der Energieeffizienz und bezieht dabei alle Mitarbeiter des Werks ein.

Online-Bilanz

[iframe src=”http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/16339610″ width=”565″ height=”680″ frameborder=”0″ marginwidth=”0″ marginheight=”0″ scrolling=”no” style=”border:1px solid #CCC;border-width:1px 1px 0;margin-bottom:5px” allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen]

 

Lascia un commento