Tagebuch einer „neugierigen“ Praktikantin

Hier geht es los mit den Geschichten derjenigen, die sich entschieden haben mit einem Praktikum bei der Italienischen Handelskammer für Deutschland erste Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu sammeln: Aus dem Tagebuch von Antonia Carbone, die s Ihre Erfahrungen weitergeben möchte und ein paar Tipps für Andere parat hat, die sich ebenfalls für ein Praktikum interessieren.

Als ich von der Italienischen Handelskammer für Deutschland erfahren habe, war ich 18 und hatte seit kurzem die Universität angefangen, was mir wie eine riesig große und unbekannte Welt erschien. Eines Tages trat meine Deutschdozentin, Frau Nicoletta Gagliardi, in die Klasse ein und informierte uns über die Möglichkeit, die wir Studenten hatten, ein Praktikum in Deutschland zu machen. Das erste, woran ich gedacht habe, war, dass ich alles Mögliche hätte versuchen müssen, um diese Auswahl zu bestehen, da solche Möglichkeiten sehr selten im Leben sind.

Und nun, genau fünf Jahre später, bin ich hier und schreibe von meinem Traum, der Realität geworden ist. Endlich kann ich mit Stolz sagen: „Hi, ich bin Antonia Carbone, besuche die fremdsprachliche Fakultät der Universität Salerno und bin eine Praktikantin bei der Italienischen Handelskammer für Deutschland, Leipzig“.

Mein Abenteuer hat genau vor drei Monaten angefangen. Ich kann mich noch ganz genau an meinen ersten Tag als Praktikantin erinnern: Angst und meine „natürliche“ Neugierde waren immer dabei. Und dann, plötzlich, kam Giulia (Frau Giulia Villirilli, Marketing-Referentin). Mit ihrem Lächeln habe ich mich sofort wohl gefühlt. Sie hat mir die einfachsten Sachen erklärt und dann hat sie mir meine erste Aufgabe gegeben: Eine Tabelle von mehreren hundert (!) Kontakten, die danach in Sugar importiert werden sollten.  Mit Schüchternheit nickte ich, fing an zu arbeiten und dachte: „Wann müssen sie fertig sein? Ach, ich werde es nie schaffen! Und dann Sugar? Was meint sie denn? Zucker?!“

Am Ende ging es nicht so schlecht: Die achthundert Kontakte sind in kurzer Zeit hinzugefügt worden und ich habe herausgefunden, dass Sugar überhaupt nicht süß wie der Zucker ist! Es ist ein CRM Software, die wir täglich in der Kammer verwenden und  am Anfang schwer zu benutzen ist. Aber wenn man versteht, wie sie funktioniert, findet man es für die Arbeit unbedingt nötig. In diesen Monaten wurden mir viele Aufgaben anvertraut: am meisten habe ich an Folgendem gearbeitet:

  • denkmal 2012, die Messe der Restaurierung;
  • Intec 2012, die Messe der Bauwerkzeuge;
  • Aree Mobili, Projekt in Zusammenarbeit von der Region Toskana (Italien). Das Ziel ist deutsche Unternehmen zu finden, die italienische Praktikanten aufnehmen wollen.

Ich habe auch viel vom Deutschen ins Italienische übersetzt und habe sogar das Mailing für eine Messe geschrieben. Diese letzte Aufgabe ist die, die ich am meisten als „meine“ fühle. Sie wurde mir von Rita anvertraut (Frau Rita Munzi, Marketing-Referentin), die an mich und meine Fähigkeiten geglaubt hat. Am Anfang habe ich gedacht, ich sei unfähig, aber dann habe ich es dank Lernen und Konzentration – viel Konzentration – geschafft!

Ein Tipp für die nächsten Praktikanten? Bei der Handelskammer zu arbeiten ist nicht nur eine Erfahrung, sondern es ist „die“ Erfahrung: Die Verantwortungen sind viele und die Lust auf das Arbeiten darf nicht fehlen. Notwendig ist, die eigene Intelligenz zu kanalisieren und vor allem immer zu fragen. Man wird bestimmt viele Zweifel haben: Fragen, fragen fragen! Nur so kann man die Aufgaben korrekt zu Ende bringen und sich gleichzeitig bewusst sein, dass man wirklich etwas gelernt hat!

Und ich? In ein paar Tagen fliege ich zurück und fange an, meine Magisterarbeit zu schreiben: bald werde ich endlich mit meinem Studium fertig sein!

Buona fortuna a tutti voi! :)

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