Das Schiedsgerichtsverfahren und die Mediation: Methoden zur Lösung von Streitigkeiten zwischen Unternehmen die Zeit und Kosten sparen

Die Zivilprozesse in Italien, aber auch in anderen Ländern, dauern so lange, dass viele Unternehmer der Meinung sind, dass dem Unternehmen weniger wirtschaftliche Nachteile entstehen, wenn sie ein Schiedsgerichtsverfahren nach einem Jahr verlieren, als wenn sie nach 20 Jahren einen Prozess gewinnen würden.

Die Mediation und das Schiedsgerichtsverfahren stellen Alternativen zu den langwierigen italienischen und internationalen Prozessen  dar. Sie bieten nicht nur zeitliche Vorteile, sondern sind auch günstiger und erleichtern die Arbeitsabläufe von Unternehmen.

Wir sprechen darüber in einem Video-Interview mit der Venezianerin Paola Nardini, Anwältin und Inhaberin der gleichnamigen Kanzlei. Seit den 1980er Jahren vertritt sie die  Interessen  von Unternehmen in Deutschland und Italien und insbesondere diejenigen mit Firmen aus dem jeweils anderen Land Geschäftsbeziehungen unterhalten. Darüber hinaus ist sie Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Venedig.

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Das Schiedsgerichtsverfahren und die Mediation: Definitionen

„Wir möchten vermitteln, das das Schiedsgerichtsverfahren und die Mediation keine Verfahren ausschließlich für eine Elite darstellen“ äußert Frau Nardini in einem Gespräch mit uns im Anschluss an das Interview – „sondern Lösungen darstellen, die generell Firmen Vorteile bringen, und zwar Zeit- und Kostenersparnis.”

Aber wie funktionieren diese Alternativen zum normalen Prozessverfahren? Laut Wikipedia:

Ein Schiedsgericht ist ein juristisches Mittel zur Streitbeilegung im Rahmen eines Schiedsverfahrens. (…) Es handelt sich um ein privates Gericht, das allein durch Abrede der jeweiligen Streitparteien zusammentritt und ein Urteil (Schiedsspruch) ausspricht. Die Abrede erfolgt im Allgemeinen in Vertragsform.

[aus Wikipedia]

Mediation (lateinisch „Vermittlung“) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes. Die Konfliktparteien – teilweise auch Medianten oder Medianden genannt – wollen mit Unterstützung einer dritten “allparteilichen” Person (dem Mediator) zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren der Mediationverantwortlich.

[ausWikipedia]

Paola Nardini fügt hinzu: „Der Schiedsrichter fällt sein Urteil, indem er ein Gesetz anwendet und eine Abrede, vergleichbar mit einem Gerichtsurteil, trifft, die durch einen Richter rechtsgültig wird. Der Mediator unterstützt dagegen die Parteien dabei, einen Konflikt in beidem Interesse zu lösen, unabhängig von den Rechten die das Gesetz den Streitparteien zuspricht.“

Der Mediator interveniert zu einem anderen Zeitpunkt, evtl. vor der Streitphase des Schiedsgerichtsferfahrens.

Una risposta a “Das Schiedsgerichtsverfahren und die Mediation: Methoden zur Lösung von Streitigkeiten zwischen Unternehmen die Zeit und Kosten sparen”

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    […] Wir haben schon an anderer Stelle über die Problematiken der internationalen Rechtsstreitigkeiten berichtet. Eine gute Nachricht ist in dem Zusammenhang die baldige Einrichtung von Abteilungen für internationale Handelsgerichtsverfahren an deutschen Gerichten. […]

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